Ein Stück Morgenland in Siegen
16.05.2010 | 19:10 Uhr 2010-05-16T19:10:00+0200
Siegen. 1001 Nacht im Siegener Apollo-Theater: Beim „Ersten Orientalischen Festival” wird das Publikum am Samstagabend in eine fremde Welt entführt - von Yasmina Rakkasah, der Leiterin des Siegener Tanzstudios Al Hamra, und ihren 25 Tänzerinnen.
Siegen. 1001 Nacht im Siegener Apollo-Theater: Beim „Ersten Orientalischen Festival” wird das Publikum am Samstagabend in eine fremde Welt entführt - von Yasmina Rakkasah, der Leiterin des Siegener Tanzstudios Al Hamra, und ihren 25 Tänzerinnen.
Der Vorhang schwingt auseinander. Nebelschwaden ziehen über die Bühne. Orientalische Klänge erfüllen den Raum. Der Hintergrund leuchtet orange wie die Sonne in der Wüste. Frauen mit bunten Schleiern, langen, weiten Röcken und engen bauchfreien Oberteilen bewegen sich im Takt der Musik. Graziös bewegen sich ihre Arme. Aufreizend kreisen ihre Hüften. Kokett blicken sie ins Publikum. Als Frau gerade Lust bekommt mitzumachen und Mann sich erotisch unterhalten fühlt, ist der erste Tanz jedoch schon vorbei.
Schleiertanz und ein
bisschen Bollywood
Eine Moderatorin führt das Publikum durch den Abend. Mit vielen fremd klingenden Worten gibt sie wieder, was im Programmheft steht, und ergänzt das um Hintergrundinformationen, die für Laien allerdings nicht leicht verständlich sind. Sich richtig auf 1001 Nacht einzulassen, fällt dabei ein wenig schwer.
Das ändert jedoch nichts an dem eindrucksvollen Strauß von Sinneseindrücken, der auf die Zuschauer wirkt: Ein betörender Schleiertanz, bei dem es scheint, als flögen die bunten Tücher wie von Geisterhand durch die Luft. Ein lebhafter Bollywood-Tanz aus dem Film Om-Shanti-Om. Ein kraftvoller Stocktanz aus Ägypten. Das Repertoire der Tänzerinnen ist reichhaltig, ihre Kostüme sind farbenfroh, ihre Namen klangvoll. Das Publikum zeigt sich begeistert und klatscht kräftig im Takt. Das passt zwar nicht zu „1001 Nacht” im Orient. Aber zu Deutschland.
20:43
Schöne Schreibe, Frau Meinert ... passt vom Stil her allerdings eher zur BILD-Zeitung.
Man merkt deutlich, dass Sie sich nicht richtig auf den Abend einlassen wollten ... und auch nicht die ganze Show gesehen haben.
Vielleicht sollten Sie derartige Veranstaltungen samt Rezensionen das nächste Mal fachkundigeren Kollegen überlassen.