Ein Operettenchor für Kreuztal

Die erfolgreiche Gala-Serie soll künftig neue Facetten bekommen. Foto: Michael Kunz
Die erfolgreiche Gala-Serie soll künftig neue Facetten bekommen. Foto: Michael Kunz
Foto: Michael Kunz
Was wir bereits wissen
Zwölf Mal hat die Chorgemeinschaft Kreuztal 1851 mit großem Erfolg zur Opern- und Operettengala in die Stadthalle eingeladen. Im Oktober gibt es einige Neuerungen.

Kreuztal..  Zwölf Mal hat die Chorgemeinschaft Kreuztal 1851 mit großem Erfolg zur Opern- und Operettengala in die Stadthalle eingeladen. Am Sonntag, 11. Oktober, sollen die Musikfreunde um 17 Uhr zur 13. Auflage auch wieder dorthin strömen. Allerdings unter etwas veränderten Voraussetzungen.

„Es wird sich einiges ändern und dann wieder auch nicht“, sagt Projektleiterin Maria Arns mit unüberseh- und -hörbarer Vorfreude. Die erste Neuerung ist der Name. Ab 2015 soll die Veranstaltung „Galakonzert in Kreuztal – Immer ein besonderes Erlebnis“ heißen. Statt eines Potpourris verschiedener Melodien aus unterschiedlichen Opern und Operetten soll es diesmal nur eine einzige Quelle geben, das bekannte Singspiel „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller aus dem Jahre 1891. Ein eigens für dieses Konzert gebildeter gemischter Projektchor wird, wenn alles nach den Wünschen der Veranstalter geht, eine rein konzertante Aufführung der Operette auf die Bühne bringen.

Neues Konzept für die Gala

Einige der „Vogelhändler“-Ohrwürmer waren schon im Herbst 2014 bei der letzten Gala zu hören, wie „Grüß euch Gott, alle miteinander“ oder „Schenkt man sich Rosen in Tirol“. Jetzt habe Chorleiter Maurizio Quaremba eine komplette Partitur in die Hand bekommen und so viel Spaß damit gehabt, dass er dieses Konzert vorschlug, erklärt Pressesprecherin Christel Thiemer. Nach zwölf erfolgreichen Jahren komme die Zeit für eine Neukonzeption. Auch die Sänger seien des Bisherigen ein wenig müde und auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, den Abend zu gestalten, stimmt Maria Arns zu. Wobei dieser „Richtungswechsel“ keineswegs eine Festlegung für weitere Jahre sein müsse. Es könne danach durchaus auch andere Ideen geben.

Zunächst einmal braucht Maurizio Quaremba jetzt aber einen Klangkörper. Rund 45 Aktive aus der Chorgemeinschaft stehen schon fest. Da die bisherige Praxis, Gastchöre einzuladen, nun durch den festen Projektchor ersetzt wird, wünscht sich der musikalische Leiter ungefähr die gleiche Anzahl an weiteren Sängern, 90 Mitwirkende passten neben dem Orchester auf die Bühne, überlegt der erfahrene Musikdirektor. Bislang hätten die beteiligten Chöre drei Stücke gesungen und seien wieder abgegangen.

Renaissance der Operette

Nun müssten die Sänger die ganze Zeit auf der Bühne bleiben. „Da brauchen wir auch Sitzgelegenheiten“, fügt Quaremba an. Mehr als 90 passten dann nicht. Weniger dürfen es aber auch nicht sein. Sollten sich also nicht genug Freiwillige begeistern lassen, „werden wir umplanen und dann doch wohl wie gehabt wieder eine Gala nach altem Muster geben“. Aber eigentlich sind alle zuversichtlich, dass es klappt mit dem „Vogelhändler 2015“.

„Wir sind drei Christel im Chor, da muss es doch mit der ‚Christel von der Post’ etwas werden“, lächelt Christel Thiemer. Es habe jedes Jahr zwischen 20 und 30 Gastsänger ohne feste Chorbindung gegeben, sagt sie. Von denen seien viele jetzt schon wieder „heiß“. Jeder könne ja auch seine Beziehungen nutzen und potenzielle Teilnehmer ansprechen. Wichtig sei, dass sich erfahrene Sänger und Sängerinnen melden, betont sie. Operette sei nun einmal sehr anspruchsvoll.

Kostüme oder ein Bühnenbild wird es nicht geben, „aber durchaus kurze Dialoge“. Die Gala-Veranstaltungen hätten schon in den Vorjahren sehr bewusst Stimmungen durch Lichteffekte erzeugt, „das wird bei dieser Veranstaltung sicher verstärkt zum Einsatz kommen“, kündigt Christel Thiemer an und verspricht ein „einmaliges Erlebnis“ für die Teilnehmer und die Zuhörer. Zumal Operette seit einiger Zeit wieder eine kleine Renaissance erlebe. Die Chorgemeinschaft Kreuztal sei da mit ihrem Projekt in guter Gesellschaft.

Was noch?
- Wenn alles nach Plan geht, sollen die Proben im Mai beginnen (immer mittwochs, 20 bis 21.45 Uhr im Sängerheim in der Moltkestraße). Im August ist zusätzlich ein Probenwochenende mit Stimmbildung im Eichener Hamer geplant.


- Interessierte können sich bis zum 28. Februar bei Maurizio Quaremba melden: kontakt@maksi-sued.de.

- Zu den Laiensängern kommen sieben bis neun Solisten, die wie gewohnt aus der Profi-Szene verpflichtet werden sollen.

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