Ein neues altes Schloss für Weidenau

Gelungenes Kunstwerk am Billwegtäuschend echt:

Alt-Weidenauer „Schlösschen“ wird zum gemalten Hingucker

Gemalte Geschichte aus Alt-Weidenau: Das neue Fassadenbild am Billweg an der Bahnunterführung in Weidenau erinnert an das schmucke „Schlösschen“ aus dem Jahr 1873 der einstigen GewerkenfamilieOechelhäuser. Die ehemalige weiße Villa stand auf einer kleinen Insel zwischen dem damaligen Verlauf der Ferndorf und dem Hammergraben. Sie war über eine befahrbare Brücke mit der Weidenauer Straße verbunden. Die imposante Villa war Anfang der 70er Jahre abgerissen worden – jetzt lässt das gemalte Kunstwerk der Kreuztaler Künstlerin Tzveta Grebe das markante Gebäude aus der Vergangenheit Alt-Weidenaus wiederauferstehen.

Das Motiv passte von den Proportionen genau auf das Bauwerk des Entsorgungsbetriebs der Stadt Siegen (ESi). Nach vielen positiven Erfahrungen des ESi mit gemalten Kunstwerken aus der Heimatgeschichte auf Schaltschränken und Stromkästen entstand die Idee, ein ganzes Gebäude zu bemalen: In Zusammenarbeit mit Martin Zielke von der Initiative „Siegen sind wir“ wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Traute Fries, Vorsitzende und langjähriges Mitglied des Siegener Kulturausschusses und Vorsitzende des Heimatvereins Hüttental, hatte die Idee zu dem Motiv aus der Weidenauer Geschichte. Die Bürger-Initiative „Siegen sind wir“ gestaltet schon seit einiger Zeit Stromkästen und Trafohäuschen im Siegener Stadtgebiet zu echten „Hinguckern“ mit Motiven aus der Siegener Heimatgeschichte.