Ein Konzert für die jüngsten Opfer des Kriegs

Netphen..  . Ein Benefizkonzert zugunsten eines Kinderschutz­zentrums für syrische Kriegsflüchtlingskinder haben Brigitte und Bernd Sensenschmidt inittiiert. „Sie waren die Lokomotive, und wir von der Kindernothilfe die Tender“, sagte der Vorsitzende Wolfgang Hobinka in seiner Begrüßungsrede in der gut besuchten St.-Martin-Kirche.

Das Programm des Benefizkonzerts eröffneten Brigitte und Bernd Sensenschmidt mit ihren Alphörnern, sie wurden an der Orgel von Bernhard Boja begleitet. Seit zwei Jahren gibt es auch den Kinderchor Musi(k)ids Herzhausen, der hier seinen großen Auftritt hatte. Unter der Leitung von Katharina Kringe san-gen sich die Kinder in die Herzen der Besucher. Unter der Leitung von Ute Lingerhand-Hindsches trat der Männerchor 1861 des NGV auf. Dietmar Schneider (Trompete) und Bernhard Boja (Orgel) beschlossen das Programm mit „Rule Britania“ sowie dem „Marche triomphale“.

1,2 Millionen Menschen sind in den Libanon geflohen, darunter 600 000 Kinder. Fast 80 Prozent von ihnen gehen nicht zur Schule. „Weil besonders viele Kinder leiden, wollten wir mit dem Konzert gemeinsam das Kinderschutzzentrum Al Mahaba in den libanesischen Bergen finanziell unterstützen“, erklären die Initiatoren. „Hier versuchen Therapeuten die syrischen Flüchtlingskinder zu trösten. Die Kinder sind traumatisiert, können schon lange nicht mehr singen.“

Verlorene Kindheit

Oft erinnern die Kinder sich an das Einschlagen der Geschosse, die Explosionen, Schreie, an das viele Blut. Obwohl auch im Libanon chaotiche Verhältnisse herrschen, betreut die Kindernothilfe über 150 Flüchtlingskinder. Alle Kinder wirken hier klein für ihr Alter, aber sie sind in ihrem Inneren schon so reif, berichtet die Organisation: „Sie haben ihre Kindheit verloren.“

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