Doppelt so viel Regen wie im Dezember 2013

Eichen..  Der nasse Dezember hat das Jahr 2014 zu einem fast durchschnittlichen Niederschlagsjahr werden lassen. Lag der Gesamtwert im November noch um 5,4 Prozent unter dem langjährigen Mittel, schloss das alte Jahr letztlich im 20-jährigen Vergleich mit einem Minus von 2,5 Prozent ab.

1086,3 Liter Regen

Insgesamt wurden in den zwölf Monaten an der Beobachtungsstation Eichen, die die Familie Siebel für den Deutschen Wetterdienst in bereits vierter Generation betreibt, eine Gesamtmenge von 1086,3 Liter pro Quadratmeter registriert. Im Vorjahr waren es 920,2 Liter, während der langjährige Durchschnittswert bei 1113,9 Liter pro qm liegt. Im Dezember 2014 hatte es an 22 der 31 Tage geregnet oder geschneit. Dabei kamen 162,4 Liter pro Quadratmeter zusammen – fast das Doppelte der Regenmenge vom Dezember 2013 mit nur 83,1 Liter und ein ähnliches Ergebnis wie im Dezember 1914 mit 170 Liter. Die höchste Tagesmenge fiel am 13. Dezember mit 30,5 Liter. An zwei Tagen gab es eine Schneedecke, die aber zumeist durchbrochen war. Auf das ganze Jahr 2014 bezogen gab es 200 Tage mit Niederschlägen. Im Jahr davor waren es 206, 2012 sogar 234 Tage. Während der Schlussmonat auch der niederschlagsreichste war, gab es im März mit nur 12,4 Liter pro Quadratmeter die geringste Monatsmenge. Höchste Tagesmengen wurden am 29. Juli mit 40, am 9. Oktober mit 33,5 und am 13. Dezember mit 30,5 Liter festgestellt.

566,3 Liter im Jahr 1959

Niederschlagsreichste Jahre seit 1900 waren nach den Aufzeichnungen 2007 mit 1688,9 Liter und 1981 mit 1448 Liter pro Quadratmeter. 1959 ging als das trockenste Jahr in die Annalen der Beobachtungsstation in Eichen ein: mit nur 566,3 Liter Jahresmenge. In den vergangenen 20 Jahren war das Jahr 1996 mit 865 Liter das regenärmste.