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Diskothek-Neueröffnung sorgt im Vorfeld für Angst

14.04.2008 | 22:57 Uhr

Siegen-Eiserfeld. (thw) Die Gerüchteküche rund um die ehemalige Diskothek "Fun House" in der Eisenhutstraße in Eiserfeld kocht derzeit auf Hochtouren.

Nachdem ein Investor das Gebäude ersteigert hat und zurzeit dort Renovierungsarbeiten laufen, befürchten Marlies Schäfer-Schwarz (54) und Bruno-Richard Schwarz (65), die unmittelbar gegenüber an der Eiserfelder Straße wohnen, durch eine Neueröffnung eine erneute Minderung der Lebensqualität. Zu Disko-Zeiten ärgerten sie sich nämlich häufig über Lärm und Verunreinigungen im Umfeld des Tanzlokals.

Die Siegener SPD-Fraktion griff die Sorgen der Anwohner auf, die mittlerweile eine Unterschriftenaktion gestartet haben. Die SPD hat eine Anfrage an den Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Siegen gerichtet. Sie möchte von der Verwaltung wissen, ob ihr bekannt sei, dass eine Wiedereröffnung der einstigen Diskothek "Fun House" geplant ist.

Bisher liegt allerdings noch kein solcher Genehmigungsantrag vor. "Wir müssen die Befürchtungen der Anwohner ernst nehmen", sagen Ingmar Schiltz (Vorsitzender SPD Siegen-Süd), die SPD-Stadtverordnete Gisela Grzan und der sachkundige Bürger Hans-Jürgen Grzan. Während des Diskobetriebs vor rund zwei Jahren trauten sich manche Eiserfelder nicht mehr aus ihren Häusern. "Wir haben nicht die Möglichkeit, den Betrieb als Diskothek insgesamt zu untersagen", so Schiltz. "Doch wir wollen politisch fordern, dass das Wohnumfeld nicht gestört wird. Die Anwohner dürfen nicht mehr unter den Verhältnissen wie einst leiden."

Bis dato über 30 Unterzeichner bei einer von Marlies Schäfer-Schwarz initiierten Unterschriftenaktion zeugen davon, dass die Anwohner gewillt seien, weitere Schritte zu unternehmen, sollte der geforderte Sicherheitsdienst nicht zur Auflage für den Disko-Betreiber werden.

Die Bedenken der Anwohner gehen auf die vergangenen Jahre des "Fun Houses" zurück. Nach einer Großrazzia musste die Diskothek Ende Juni 2006 letztlich ihre Pforten schließen.

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