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Apollo-Theater

Die Spielzeit beginnt bald

13.08.2010 | 17:09 Uhr
Die Spielzeit beginnt bald

Siegen.Das Apollo-Theater duftet seit kurzem nach frischem Druckwerk. 20 000 Exemplare des neuen Spielzeitbuches 2010/2011 liegen zum Abholen im Foyer bereit.

Am 30. August beginnt der Vorverkauf für die Spielzeit „Virtuosen der Liebe“ für die Abonennten – am 2. September gibt es Karten für alle Theaterfreunde.

„Das Thema ist kein dramaturgischer Überbau, der immer passt“, sagt Magnus Reitschuster, Intendant des Apollo-Theaters. Es sei aus der Zusammenstellung der rund 200 Aufführungen entstanden. Das Titelbild stammt aus dem tänzerischen Bereich: Die National Dance Company of Korea eröffnet am 23. Oktober die neue Apollo-tanzt-Reihe des Theaters.

Doch zuvor sind traditionell die Kinder dran: Die Proben für den „Lebkuchenmann“ sind in vollem Gange. Am 29. August ist die erste Aufführung. Es ist eines von insgesamt zehn Kinderstücken, darunter „Der kleine Muck“ (6. und 7. Februar).

„Das Apollo ist einmalig in der Theaterlandschaft“, so Walter Schwerdfeger, Vorsitzender des Trägervereins. Denn während andere Spielhäuser mit rund 80 Prozent bezuschusst würden, erwirtschafte die Siegener Spielstätte 70 Prozent selbst.

Mischung aus Eigenproduktion und Gastspiel

Auch die Mischung von Eigenproduktionen und Gastspielen sei besonders. Dieses Jahr decken die vier eigenen Theaterproduktionen mehrere Generationen ab. In „Love Letters“ bekunden der renommierte Schauspieler André Jung und die Gott des Gemetzels-Darstellerin Ingrid Cannonier als 60-Jährige, ihre Liebe mittels Briefen. In „Gut gegen Nordwind“ treffen zwei 40-Jährige nur per E-Mail aufeinander. „SMS Liebe“ am 18. März ist ein Experiment: Das Theater kooperiert erstmals mit Hauptschülern aus Deuz und Wilnsdorf bei der Geschichte über Liebe per Kurzmitteilung. Jugendlich geht es weiter mit 100 Musikstudierenden der Siegener Universität, sie zeigen Henry Purcells Oper Dido und Aeneas am 12. und 13. Dezember.

Klassischer Stoff ist auch Thema vieler Gastspiele auf dem Apollo-Boden: Das Schauspielhaus Hamburg inszeniert Hamlet (1.10 - 3.10), das Theater an der Ruhr zeigt Brechts Dreigroschenoper (2. 2/9.2). Zwei Stücke können Schüler direkt zur Abiturvorbereitung nutzen: „Woyzeck“ gastiert am 1. und 2. März. „Don Carlos“ kommt vom 13.-15. Januar mit Burkhard Klaußner und Christian Friedel. Beide wurden weltweit mit Preisen für den Film „Das weiße Band“ ausgezeichnet.

Musikalisch geht diese Saison eine Ära zu Ende: Russell N. Harris tritt als Chefdirigent der Philharmonie Südwestfalen zurück und wird am 5. und 6. Mai mit Wolfgang Amadeus Mozart und Gustav Mahler verabschiedet.

Ein musikalisches Zeitalter beginnt

Gleichzeitig beginnt im Apollo ein neues Zeitalter: „Apollo vokal“ unter anderem mit „New York Voices“ (16.10), „the King`s Singers“ ( 13. 2) und dem Calmus Ensemble“ ( 10.3) gibt es nun erstmals im Abo.

99 630 Besucher kamen vergangene Spielzeit in das Apollo-Theater. „Wir sind an der Grenze der Kapazität“ so Schwerdfeger. Dieses Mal rechne man mit nicht ganz so vielen Gästen. „Wir lassen uns aber gerne überraschen.“

Apollo geht in die vierte Runde

Irmine Skelnik

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