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Freilichtbühne

Die ewigen Streithähne sind los

18.06.2012 | 07:00 Uhr
Die ewigen Streithähne sind los
Don Camillo und Peppone zoffen sich auf der Freilichtbühne.

Freudenberg. Premierenabend mit „Don Camillo und Peppone“. Nach einem ewig währenden Kampf zweier Streithähne zwischen Linken und Katholiken endet ein mit Witz und Aktionen belegter Theaterabend zum Schluss doch noch mit viel Emotion.

Signorina Christina (gespielt von Edwina Korb), zeitlebens in dem kleinen italienischen Dorf die Lehrerin, gelingt es, mit dem letzten Atemzug den beiden Streithähnen, dem Dorfpfarrer und dem Bürgermeister, das Versprechen abzuringen, sich gemeinsam für das Gemeinwesen einzusetzen. Bis dahin allerdings liefern sich die beiden Streithähne einen erbitterten Kampf, derb und deftig, handfest und auch nur verbal.

Mit diesem Klassiker nach dem Roman von Giovannino Guareschi in der Inszenierung von Judith Behrens startete die Freilichtbühne Freudenberg am Samstag vor einer voll besetzten Tribüne in die Saison. Nach dem musikalischen Auftakt mit dem Orchester der Musikschule und dem Ensemble „Klangwerk“ ließ Bürgermeister und Schirmherr Eckhard Günther die neunjährige Dahlia den Satz ins Mikrofon sprechen: „Die 58. Spielzeit ist eröffnet“.

Der schlitzohrige Priester

Camillo, der schlitzohrige Priester und mit Frank Kölsch ideal besetzt, holt sich immer wieder Rat bei seinem Verbündeten, dem gekreuzigten Jesus und „seinem“ Herrn. Da weigert sich Camillo, den Sohn Peppones und seiner Ariana auf den Namen „Lenin“ zu taufen. Nach der Eingebung von „oben“ setzt sich Camillo schließlich selbst auf die (Tauf-)Namensliste, um den Kommunisten Peppone in Schach zu halten. Geboten wird dem Publikum ein köstlicher Spaß, der den Besuchern immer wieder Lachen und Beifall abverlangt.

Manfred Dornseifer



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