Die Berge sind Inspiration für Maler

Siegen..  Fast 35 Jahre lang lehrte Michael Rintelen an der Uni Siegen im Fach Kunst, doch schon immer stellte er auch seine eigenen Kunstwerke aus. Galerien und Museen in Osnabrück, Herford, Frankfurt, Leverkusen und Düsseldorf sind nur einige Stationen.

Wanderungen im Gebirge sind Ausgangspunkt und Inspiration der Bilder, die Michael Rintelen in seiner aktuellen Ausstellung in der IHK-Galerie zeigt. Einen Skizzenblock hat er immer dabei. So kann er seine Naturerfahrungen unmittelbar festhalten: Felsen im Nebel, Baumstämme, Wurzeln. Alles mit Kohlestift flüchtig skizziert.

Die meisten seiner Bilder sind jedoch im Atelier entstanden. Dort werden aus seinen Skizzen und seinen Vorstellungen Gebirgslandschaften. Die gibt es so in Wirklichkeit nicht, könnte es aber geben. Äußerst akribisch und genau gestaltet er die Struktur der Bergwelt: Schroffe Felsen, Schneefelder, Wasserfälle, einmal auch einen Blick aus dem Fenster. Diese Art von Malen ist Arbeit, oft Detailarbeit. Michael Rintelen malt in Schichten, korrigiert vieles, bis das Bild seinen Vorstellungen entspricht. Das kann schon mal einen Monat dauern. Doch nach seiner Pensionierung im Juli 2014 kann er viel mehr Zeit in seinem Atelier verbringen: „Ich bin ein eher langsamer Arbeiter.“

Mit Farben geht Michael Rintelen sparsam um. Er bevorzugt, inspiriert von Künstlern der Romantik, eher die Zwischentöne. Auch malt er nie nach Fotografien wie etwa Gerhard Richter, der angesagteste und teuerste Maler der Gegenwart: „Das wäre für mich ein Sündenfall. Ich will mich nicht auf Bilder beziehen, die es schon gibt.“ Dass Michael Rintelen auch neue Ideen, Motive und Pläne hat, zeigen einige jüngere Werke in seiner Ausstellung: Fische in fast ostasiatischer Mal-Art und Hühner.