Diakonie spendet Betten und mehr für Altenheim in Lettland

Halfen alle noch beim Beladen (von links): Itna Putnina, Gottfried Bäumer, Aldis Virbulis, Dr. Guido Orth, Uwe Hoffmann und Übersetzerin Sandra Gintere.
Halfen alle noch beim Beladen (von links): Itna Putnina, Gottfried Bäumer, Aldis Virbulis, Dr. Guido Orth, Uwe Hoffmann und Übersetzerin Sandra Gintere.
Foto: Diakonie
Was wir bereits wissen
Die Diakonie hat einen Hilfstransport Richtung Lettland losgeschickt. Die Betten, Rollatoren und anderes sind für ein Altenheim. Die Verhältnisse dort sind ärmlich.

Siegerland..  Mehr als 30 gebrauchte Krankenhausbetten, Matratzen, Rollatoren, Toilettenstühle, eine große medizinische Badewanne, Wannenlifter und diverse Inkontinenzartikel spendet die Diakonie Südwestfalen dem Altenheim Gailezers in Riga.

Kaum Einzelzimmer

Vor Ort waren am Donnerstag Repräsentanten der Diakonie in Südwestfalen und eine Gastgruppe, bestehend aus dem Direktor des Lettischen Altenheims, der Leiterin der Diakonie Lettland und einer Übersetzerin.

Das RSAC Gailezers Altenheim in Riga hat 429 Bewohner. Nur 95 davon haben ein Einzelzimmer. Durch Umstrukturierungsmaßnahmen des Landes wurden 150 geistig behinderte Bewohner, die keine speziellen Krankenbetten benötigten, aus dem Gailezers Altenheim in eine andere Einrichtung umquartiert und dafür wurden stattdessen 130 neue pflegebedürftige Senioren in das Altenheim eingewiesen. Es gab weder das Personal, noch die Betten, noch das Geld oder irgendeine Hilfe von der Stadtverwaltung für diese plötzliche Belastung. Bei einem Budget von nur 2,5 Millionen Euro im Jahr, kann sich das Altenheim höchstens zwei neue Betten im Jahr leisten.

Der Direktor des Altenheims, Aldis Virbulis, wandte sich in seiner absoluten Verzweiflung an das Sozialamt von Riga. Die zuständige Sozialdezernentin hatte gute Erfahrungen mit der Diakonie gemacht und verwies ihn an Inta Putnina, der Oberkirchenrätin und Leiterin der Diakonie Arbeit, der Evangelisch Lutherischen Kirche Lettlands.

Kontakt besteht seit 20 Jahren

Durch die guten Beziehungen zwischen der Diakonie Lettland und der Diakonie Siegen, die schon seit 20 Jahren bestehen, wurde der Kontakt mit dem Diakonie Klinikum hergestellt und umgehend gehandelt. Denn wie es der Zufall will, musste das Diakonie Klinikum im gleichen Zeitraum Betten ausräumen, die nur in Deutschland wegen ihres Motors nicht mehr zugelassen sind. Die Betten sind rund zehn bis zwölf Jahre alt und in gutem Zustand.

Die Begeisterung, Dankbarkeit und auch Erleichterung der Lettischen Gäste für die Betten und auch die anderen wichtigen Dinge aus den Altenheimen war deutlich zu spüren. Virbulis: „Das Altenheim hat noch nie ein Geschenk bekommen. In fünf Jahren als Direktor habe ich so etwas noch nicht erlebt. Ich konnte es nicht glauben, bis ich es gesehen habe. Unglaublich. Vielen Dank!“

Delegation besucht Altenheim

Gottfried Bäumer vom Diakonischen Werk im Ev. Kirchenkreis Siegen rief dazu auf, auch in Zukunft alles was ausrangiert wird und noch benutzt werden kann, für Riga bereitzustellen, denn: „Lettland ist ein armes Land und alles kann gebraucht werden.“ Im Juni wird eine Delegation aus Siegen nach Riga fahren und dort auch das Seniorenheim besuchen, in dem die Spenden dann sicher schon genutzt werden.

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