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Der Polizei in Siegen fehlen Ressourcen für Facebook

04.01.2016 | 22:00 Uhr
Der Polizei in Siegen fehlen Ressourcen für Facebook
Die Polizei in München hat in der Silvesternacht auf Facebook und Twitter vor Terroristen gewarnt. In Siegen fehlen der Behörde Ressourcen für die Betreuung eines Facebook-Kanals.Foto: Andreas Bartel

Siegen.   Die Polizei in München hat in der Silvesternacht auf Facebook und Twitter vor Terroristen gewarnt. In Siegen fehlen der Behörde Ressourcen für die Betreuung eines Facebook-Kanals.

Über viel Lob durfte sich die Münchner Polizei freuen, nachdem sie die Bevölkerung in der Silvesternacht detailliert über die Terrorwarnungen informiert hatte – und zwar über Facebook, Twitter und co. Nicht nur auf Deutsch, sondern auch in englischer, französischer, polnischer, italienischer und türkischer Sprache.

Die Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein ist weder auf Facebook noch auf Twitter vertreten. Laut Polizei-Sprecher Meik Reichmann habe man zwar über die Nutzung sozialer Medien diskutiert, sich aber zunächst dagegen entschieden. „Die Betreuung der Kanäle erfordert einen hohen Verwaltungsaufwand, den unser Personalgerüst nicht zulässt“, sagt Reichmann. Ob die Polizei in naher Zukunft facebooken oder twittern wird, lässt der Polizei-Sprecher offen. Er gibt zu bedenken, dass „dann möglicherweise Internet-Nutzer Nachrichten an die Polizei senden und denken, sie hätten damit etwas zur Anzeige gebracht“.

Nur in deutscher Sprache

Weiter ist man da bei der Kreisleitstelle der Feuerwehr. Deren Facebook-Seite zählt rund 4800 Gefällt-mir-Angaben. Thomas Jung, Leiter der Kreisstelle, sagt, die Behörde erreiche laut Facebook-Statistik mit einem Post bis zu 30 000 Nutzer. „Wenn wir einen Beitrag schreiben, wird der auch fleißig geteilt“, erklärt Jung. Dabei nutzt die Feuerwehr ihre Facebook-Seite eher spärlich. Sechs Posts haben die Dienstgruppenleiter, die die Seite betreuen, im vergangenen Jahr abgesetzt – etwa am 11. April, als sie wegen eines Schadstoffaustritts in Bad Laasphe die Bevölkerung anhielten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

„Wir nutzen den Kanal in Einsatzsituationen zur Warnung und Information der Bevölkerung“, stellt Jung klar. Mit der Facebook-Seite, die es seit 2011 gibt, habe die Feuerwehr nur positive Erfahrungen gemacht. „Wir dachten, der Arbeitsaufwand sei riesig, aber eigentlich war das Gegenteil der Fall. Wir konnten schneller informieren, und die Rückfragen haben sich eher minimiert.“

Bislang postet die Feuerwehr nur in deutscher Sprache. Eine Twitter-Seite existiert nicht. Jung: „Wir haben uns dafür entschieden, erst einmal nur einen Kanal zu nutzen. Und Facebook ist hier in der Region am weitesten verbreitet.“

In der Testphase

Auch die Verwaltung des Kreises Siegen-Wittgenstein ist in den sozialen Medien aktiv. Mit rund 1200 Gefällt-mir-Angaben ist der Facebook-Auftritt nicht ganz so erfolgreich wie der der Feuerwehr. Allerdings setzt die Verwaltung wesentlich mehr Posts ab. So schrieb sie zuletzt am 29. Dezember einen Beitrag zur Verleihung des Zukunftspreises. Am 18. Dezember machte sie auf eine Störung im Servicezentrum in Weidenau aufmerksam, das zu dieser Zeit weder per E-Mail noch telefonisch erreichbar war. „Wir nutzen die Seite für unsere Öffentlichkeitsarbeit aber auch, um die Bevölkerung zu warnen“, erklärt Pressesprecherin Stefanie Stoltenberg. Die Seite, die im Juli 2014 gegründet wurde, wird von der Pressestelle bespielt.

Seit September diesen Jahres betreibt die Kreisverwaltung Siegen-Wittgenstein auch ein eigenes Twitter-Konto. Das befinde sich allerdings noch in der Testphase, so Stoltenberg. Vier Tweets wurden dort bislang abgesetzt.

So finden Sie den Kreis auf Facebook und Twitter

Die Kreisleitstelle der Feuerwehr Siegen-Wittgenstein ist unter www.facebook.com/KreisleitstelleSiWi zu erreichen. Um die Seite aufzurufen, benötigt man kein eigenes Facebook-Benutzerkonto. Sie wird auch angezeigt, wenn der Nutzer die entsprechenden Begriffe bei der Suchmaschine Google eingibt. Bei nicht angemeldeten Nutzern verlangt Facebook jedoch häufig nach der Eingabe einer so genannten Captcha. Das ist eine Buchstaben- und Zahlenfolge, die automatisierten Missbrauch erschweren soll.

Die Facebook-Seite der Kreisverwaltung ist über www. facebook.com/Kreisverwaltungsiwi zu erreichen.Die Twitter-Seite des Kreises gibt es unter www.twitter.com/Kreis_SiWi. Auch diese Seite ist ohne eigenen Twitter-Benutzerzugang einzusehen.

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Tim Schulze

Kommentare
05.01.2016
23:22
Presseportal
von jmintal | #1

Es gibt doch einen RSS-Feed zum Preseportal der Polizei Siegen. Im Wesentlichen passiert bei den Facebook-Einträgen der anderen Polizeistellen doch...
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Der Polizei in Siegen fehlen Ressourcen für Facebook
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2016-01-04 22:00
Nachrichten aus Siegen, Kreuztal, Netphen, Hilchenbach und Freudenberg