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Volkstrauertag

Der Krieg hat einen langen Atem

30.11.2009 | 18:35 Uhr
Der Krieg hat einen langen Atem

„Wir sollen die Liebe, welche wir den Toten mit ins Grab geben, nicht den Lebenden entziehen.” Unter dieses Wort von Wilhelm Raabe stellte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) seine zentrale Gedenkfeier an der Kreisehrengedenkstätte in Gosenbach.

Landrat Paul Breuer äußerte in seiner Ansprache Dankbarkeit, „dass wir 20 Jahre nach dem Mauerfall bereits seit 64 Jahren in Frieden leben dürfen”. Annette Hinzmann, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Gosenbach, verwies auf die vielen derzeit immer noch geführten Kriege: „Der Weg zum Frieden fängt im Kleinen, bei uns allen, an.” Das Totengedenken sprach Elena Christian, Auszubildende der Kreisverwaltung. Das Ensemble Cantemus und der Bläserkreis Niederschelden umrahmten die Feier. MD

Gedenken an die

Opfer in Afghanistan

„Meine Söhne geb ich nicht”, zitierte Pfarrer Jochen Ahl den Liedermacher Reinhard Mey auf der zentralen Gedenkfeier der Stadt Kreuztal in Eichen und warnte vor Selbstgerechtigkeit: „Wer weiß, wie wir uns damals verhalten hätten. In uns allen ist die Möglichkeit zum Bösen vorhanden.” Bürgermeister Walter Kiß forderte dazu auf, für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zu streiten. Nie wieder dürften Menschen wegen Krankheit und ethnischer Zugehörigkeit verfolgt und getötet werden. Die Konflikte in der Welt seien wieder näher an Deutschland herangerückt, sagte Kiß. Zu gedenken sei auch der deutschen Soldaten, die ihr Leben in Afghanistan verloren haben. „Der Krieg hat einen langen Atem”, sagte Kiß. Die Chorgemeinschaft Eichen-Bockenbach intonierte „Mein Gott, du siehst die schwere Stunde.” mku

Engagement

in Fellinghausen

Für den Bürgerverein Fellinghausen bedeutete dieser Volkstrauertag auch den Abschluss einer zweijährigen Anstrengung, um das Ehrenmal in einen gepflegten Zustand zu versetzen. Rund 300 Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben acht Aktive des Bürgervereins in die Gestaltung der Anlage investiert, zum Abschluss wurden die Tafeln mit den Namen der 130 Fellinghausener, die der erste und zweite Weltkrieg das Leben kostete, restauriert. Ihre Namen leuchten nun wieder in goldener Schrift, unübersehbar.

Landrat Paul Breuer äußerte in seiner Ansprache Dankbarkeit, „dass wir 20 Jahre nach dem Mauerfall bereits seit 64 Jahren in Frieden leben dürfen”. Annette Hinzmann, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Gosenbach, verwies auf die vielen derzeit immer noch geführten Kriege: „Der Weg zum Frieden fängt im Kleinen, bei uns allen, an.” Das Totengedenken sprach Elena Christian, Auszubildende der Kreisverwaltung. Das Ensemble Cantemus und der Bläserkreis Niederschelden umrahmten die Feier.

Opfer in Afghanistan

„Meine Söhne geb ich nicht”, zitierte Pfarrer Jochen Ahl den Liedermacher Reinhard Mey auf der zentralen Gedenkfeier der Stadt Kreuztal in Eichen und warnte vor Selbstgerechtigkeit: „Wer weiß, wie wir uns damals verhalten hätten. In uns allen ist die Möglichkeit zum Bösen vorhanden.” Bürgermeister Walter Kiß forderte dazu auf, für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit zu streiten. Nie wieder dürften Menschen wegen Krankheit und ethnischer Zugehörigkeit verfolgt und getötet werden. Die Konflikte in der Welt seien wieder näher an Deutschland herangerückt, sagte Kiß. Zu gedenken sei auch der deutschen Soldaten, die ihr Leben in Afghanistan verloren haben. „Der Krieg hat einen langen Atem”, sagte Kiß. Die Chorgemeinschaft Eichen-Bockenbach intonierte „Mein Gott, du siehst die schwere Stunde.”

in Fellinghausen

Für den Bürgerverein Fellinghausen bedeutete dieser Volkstrauertag auch den Abschluss einer zweijährigen Anstrengung, um das Ehrenmal in einen gepflegten Zustand zu versetzen. Rund 300 Stunden ehrenamtlicher Arbeit haben acht Aktive des Bürgervereins in die Gestaltung der Anlage investiert, zum Abschluss wurden die Tafeln mit den Namen der 130 Fellinghausener, die der erste und zweite Weltkrieg das Leben kostete, restauriert. Ihre Namen leuchten nun wieder in goldener Schrift, unübersehbar.

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