Dem Ochsenweiher droht das Aus

Aus besseren Zeiten: Noch ist genug Wasser im Ochsenweiher. Zur Saisoneröffnung richtet die Interessengemeinschaft ein Fest aus.
Aus besseren Zeiten: Noch ist genug Wasser im Ochsenweiher. Zur Saisoneröffnung richtet die Interessengemeinschaft ein Fest aus.
Foto: Michael Kunz
Was wir bereits wissen
Das Naturfreibad Kredenbach ist wieder Thema im Kreuztaler Sportausschuss. Am 10. Februar wird darüber beraten, ob die Freizeitanlage weiterbetrieben werden kann.

Kredenbach. . Zwei Faktoren spielen dabei eine Rolle: Der 2007 gegründete Förderverein, der seither bei den Saisonvorbereitungen und auch während der Öffnungszeit die Stadt unterstützte, hat sich bereits voriges Jahr zurückgezogen.

Probleme mit Wasserzufluss

Zudem gibt es Probleme mit dem Wasserzufluss; 2014 konnte an den wenigen Öffnungstagen nur durch Einspeisung aus dem städtischen Leitungsnetz eine ausreichende Wassermenge im Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken gesichert werden. Zeitweise war der Wasserspiegel um 80 Zentimeter gesunken. Die Folge: Starke Algenbildung, sodass in Absprache mit dem Kreisgesundheitsamt der Badebetrieb vor der Zeit eingestellt werden musste.

Der Wasserzufluss aus dem Kredenbach, der vermutlich durch den Bau der Ortsumgehung Unglinghausen seit einigen Jahren deutlich geringer war als in früheren Jahren, reichte bereits nach kurzer Zeit nicht mehr aus, um den Wasserverlust durch Versickerung und Verdunstung auszugleichen und das Becken so zu füllen, dass ein sicherer Badebetrieb gewährleistet werden kann, heißt es in der Vorlage zur Sitzung. Der Zufluss sei bei anhaltend guter Witterung „nahezu gleich null“.

Aus wirtschaftlichen Gründen war das Kredenbacher Freibad -- eines von vier Naturbädern in Kreuztal – bereits 2006 und 2007 geschlossen worden. Doch der Bürger- und Kulturverein Kredenbach gründete eine Interessengemeinschaft Ochsenweiher, die sich dafür einsetzte, das seit 1958 existierende Bad wieder zu eröffnen. Die jährliche Öffnungsdauer war seither auf die Sommerferien beschränkt. Das ging denn auch sechs Jahre gut -- bis zum vorigen Jahr. Da war die Stadt wieder auf sich allein gestellt.

Hohe Kosten für wenige Gäste

Im Zuge der Haushaltsplanberatung wird der Sportausschuss nun entscheiden müssen, ob Kredenbach ein eigenes Freibad behält. 2014 waren mit Personal- und Tiefbaukosten gut 6000 Euro aufgewendet worden, um den lediglich 31 Badegästen an den 16 Öffnungstagen den Aufenthalt dort zu ermöglichen. Dazu kamen über 1100 Euro für die Wasserzufuhr. Zum Vergleich: 2005 war das Bad noch an 83 Tagen geöffnet; 2010 kamen in der Saison noch über 2400 Badegäste.

Sollte der Ausschuss den Weiterbetrieb ausschließen, fiele das Grundstück mit der Liegewiese und den Betriebsgebäuden an die Haubergsgenossenschaft zurück, die es der damaligen Gemeinde Kredenbach nur für diesen Zweck überlassen hatte.

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