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Das Ende der Kalten Krieger

05.11.2009 | 19:33 Uhr

Walter Krämer ist ein tolles Vorbild. Der Humanist setzte sich selbstlos für andere Menschen ein, kämpfte für Verfolgte, half Leidenden und engagierte sich politisch. Er ist der Inbegriff von Zivilcourage.

Sogar noch im Konzentrationslager: Wegen seines Einsatzes für jüdische Mitgefangene wurde er vom Staat Israel ausgezeichnet. Sein Einstehen für seine Überzeugungen, für mehr Menschlichkeit, gegen staatliche Willkür und Terrorherrschaft kosteten den Siegener Bürger das Leben.

Allerdings hat das in der Vergangenheit in Siegen nur Wenige interessiert. „Der war doch Kommunist!” In Zeiten des Kalten Krieges reichte das, um als Vorbild auszuscheiden. Allerdings fand sich auch nach dem Ende des Blockdenkens keine Mehrheit, die Walter Krämer würdigen wollte. Die Stadt hat sich dabei bis auf die Knochen blamiert.

Bemerkenswert und wohltuend ist es daher, dass sich nun Bürgermeister Mues für eine Würdigung ausspricht. Vielleicht sind ja damit auch in Siegen die „Kalten Krieger” endlich Geschichte.

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Alexander Völkel

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