Dank an den Initiator der Waldkapelle

Brauersdorf..  Über 15 Jahre hat Martin Werthenbach als Vorsitzender den Waldkapellenverein Brauersdorf geleitet. Im Verlauf der Jahreshauptversammlung gab er nun aus Altersgründen das Steuer aus der Hand.

Bei Führungen und Veranstaltungen in der Kapelle will er Gästen weiterhin alles Wissenswerte über die Dörfer, Kapelle und Obernautalsperre vermitteln. Die Versammlung ernannte ihn einstimmig zum Ehrenvorsitzenden. 2. Vorsitzende Waltraud Werthenbach und Geschäftsführer Friedhelm Meiß überreichten Martin Werthenbach die Urkunde. Meiß hob in seiner Laudatio die außergewöhnliche Leistung Werthenbachs hervor, der zusammen mit dem früh verstorbenen Otto Bender seit 2000 den Bau des ökumenischen Gotteshauses neben dem Glockenturm­ ­vorangetrieben hatte. Werthenbachs Verdienst war es, dass die Kapelle in Eigenleistung gebaut wurde und komplett mit Spendengeldern finanziert werden konnte.

Erinnerung an Talsperrenbau

Die Kapelle erinnert an die 365 Bewohner aus den Dörfern Obernau, Nauholz und einem Teil von Brauersdorf, die wegen des Talsperrenbaus ausgesiedelt wurden. Bürgermeister Paul Wagener unterstrich das vielfältige ehrenamtliche Engagement Martin Werthenbachs in seinem Dorf, für das die Stadt ihn im vorigen Jahr mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet hat. Glückwünsche kamen auch von Manfred Schröder vom Petersplatzverein. Die Waldkapelle ist nicht nur zu einem Ausflugsziel an der Talsperre geworden, sondern das kleine sakrale Haus wird auch für Andachten, Hochzeiten, Trauerfeiern oder Konzerte genutzt.