Bus wirbt für Transparenz beim Wählen
03.05.2007 | 20:08 Uhr 2007-05-03T20:08:21+0200Die Initiative "Mehr Demokratie beim Wählen" wirbt mit ihrem umgebauten Omnibus deutschlandweit für ein "besseres Wahlrecht". Heute steht der Verein mit seinem Info-Mobil auf der Siegplatte (10 bis 18 Uhr). Die WR sprach mit Mitarbeite
ZUR SACHEWR-Bild: pwWie lange fahren Sie mit ihrem Bus schon durch Deutschland?
Seit sechs Jahren sind wir konstant unterwegs und sammeln Unterschriften für eine deutschlandweite Volksabstimmung. Ich lebe auch mit dem Team im Bus. Der erste Omnibus startete 1987 auf der "Documenta 8" in Kassel, anderthalb Jahre nach dem Tod von Joseph Beuys, der die Idee zu dieser Aktion hatte.
Warum sind Sie jetzt in Siegen?
Nordrhein-Westfalen hat neben dem Saarland und Berlin noch das Einstimmenwahlrecht. Viele Bürger wissen das überhaupt nicht. Die 13 anderen Bundesländer entscheiden bereits nach dem Mehrstimmenwahlrecht. Das heißt, die Anzahl der Stimmen, die die Wählerinnen und Wähler haben, decken sich mit der Anzahl der Sitze im Stadtrat. Die Stimmen können also gezielter - unabhängig von der Parteiliste - gesetzt werden. Dafür kämpfen wir, auch hier in Siegen.
Wieviele Unterschriften haben Sie bisher sammeln können?
In den ersten zwei Jahren haben wir schon über 100 000 Unterschriften gesammelt. Wir machen so lange weiter bis die deutschlandweite Volksabstimmung eingeführt wird. Der Landtag in Nordrhein-Westfalen verlangt für eine Gesetzesänderung im Wahlrecht exakt 66 152 Unterschriften. Sind diese erbracht, müssen sich die Politiker in drei Sitzungen mit unserem Anliegen beschäftigen. pw
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