Burbach will für Bauprojekt Fördertöpfe anzapfen

Zehntscheune (links) und Alte Vogtei sollen mit einem Bauwerk verbunden werden. Ein Entwurf sieht eine Stahl- und Glaskonstruktion vor.
Zehntscheune (links) und Alte Vogtei sollen mit einem Bauwerk verbunden werden. Ein Entwurf sieht eine Stahl- und Glaskonstruktion vor.
Foto: Gemeinde Burbach
Was wir bereits wissen
Planer erarbeiten derzeit Konzepte für die bauliche Gestaltung der Alten Vogtei und Zehntscheune. Im Haushalt sind dafür 800.000 Euro eingestellt.

Burbach..  Der Heimatverein und die Gemeinde Burbach treiben die Planungen für das Projekt an der Alten Vogtei voran. Ziel sei „ein Begegnungs- und Erlebniszentrum“, sagt Verwaltungssprecher Johannes Werthenbach. 800 000 Euro hat die Gemeinde in ihrem aktuellen Haushaltsplan für das Projekt vorgesehen. Geplant ist eine umfassende Weiterentwicklung des Gebäudeensembles, das die Alte Vogtei und die benachbarte Zehntscheune umfasst, in der der Heimatverein in den 80er Jahren ein Museum eingerichtet hatte.

Erheblicher Sanierungsbedarf

Weil der bauliche Zustand der Zehntscheune nicht mehr aktuellen Anforderungen entsprach, hatte der Heimatverein bereits vor einigen Jahren Überlegungen angestellt, wie die Zukunft des Museums aussehen könnte. Als sich dann herausstellte, dass auch bei der Alten Vogtei vor allem an der Außenfassade erheblicher Sanierungsbedarf besteht , führte die Gemeinde mit dem Heimatverein erstmals Gespräche über eine gemeinsame Entwicklung der Gebäude unter dem Projekttitel: „Museum Leben und Arbeiten in Burbach“.

Im September 2015 entstand ein erstes Konzept zur zukünftigen thematischen Ausrichtung des Gebäudeensembles; im Mai und September 2016 folgten Workshops. Derzeit läuft zur baulichen Entwicklung ein „Werkstattverfahren“ an dem sich drei Planungsbüros beteiligen. Ein früherer Entwurf sah unter anderem eine Stahl- und Glaskonstruktion zur Verbindung der Gebäude vor.

Für die Sanierung der Fassade an der Alten Vogtei liegen bereits Förderbescheide vor. Die Kosten beziffert die Gemeinde auf rund 350 000 Euro – 90 Prozent davon tragen Bund und Land. Weil das Vorhaben an der Alten Vogtei und Zehntscheune ein Leitprojekt des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) und Integrierten Handlungskonzepts (IHK) der Gemeinde ist, rechnet die Verwaltung damit, an weitere Fördermittel zu kommen.

„Derzeit befinden wir uns schon in Gesprächen mit der Bezirksregierung“, sagt Johannes Werthenbach. Nach der Abschlusspräsentation des Werkstattverfahrens im Dezember soll eine Entscheidung über die Entwürfe im Rat fallen. Die Arbeiten am Museum könnten dann Anfang 2017 beginnen.