Burbach nun ein Ort des Fortschritts

Für NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gab es eine Burbach-Führung im Schnelldurchlauf.
Für NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze gab es eine Burbach-Führung im Schnelldurchlauf.
Foto: Ilka Wiese
Was wir bereits wissen
Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zeichnet die Gemeinde Burbach für die Initiative „Lebenswerte Dörfer“ aus und lobt die positive Einstellung zum Leben im Ort.

Burbach..  Rathaus, Händedrücken in der alten Alten Post, neue Architektur im alten Bestand, Treppe hoch zur Kirche, Infos zur Alten Vogtei, Eintrag ins Goldene Buch im Haus Hesters – einmal Burbach im Schnelldurchlauf hat es am Mittwoch für Wissenschafts-Ministerin Svenja Schulze gegeben. Ihre Absätze schallen schnellen Schrittes über das Kopfsteinpflaster. Die Ministerin hat abends noch einen Termin in Düsseldorf, muss deshalb aufs Tempo drücken. Für Bürgermeister Christoph Ewers ist das kein Problem, weil er lange Beine hat und mit seiner Gemeinde sowieso stets die Zeit im Blick hat – besonders die Zukunft, die in Zahlen eher düster aussieht, wenn auch heller als anderswo.

Positive Einstellung

Knapp 14 400 Menschen leben in Burbach aktuell, 2030 werden es noch 12 700 Menschen sein. Deshalb arbeiten in der Kommune alle mit, um alle neun Dörfer attraktiv zu halten, damit neue Menschen kommen und sich die alten weiter wohlfühlen. Deshalb gründete die Gemeinde einst die Initiative „Lebenswerte Dörfer“, sie bündelt alle kleinen und großen Projekte in Burbach. Zum Beispiel die Angebote der Senioren-Service-Stelle, oder auch Fördermittel, um die Ortskerne herauszuputzen. Viele kleine Bausteine, zwischen Klimaschutz, Naturverbundenheit, Technik und Menschenfreundlichkeit.

„Wir schauen da immer über den Tellerrand und holen die Uni ins Dorf“, erklärt Ewers. Sätze, die Svenja Schulze als Ministerin für Innovationen und Wissenschaft natürlich wunderbar ins Ressort passen. Für diese positive Einstellung und die pragmatischen Lösungen zeichnet Svenja Schulze die Gemeinde als „Ort des Fortschritts“ aus.

„Wir möchten ihre Arbeit sichtbar machen“, sagt Schulze. Deshalb gibt es auch eine Urkunde und eine Plakette. Eine weitere Auszeichnung für Burbach also, das in den vergangenen 15 Jahren quasi zum hochdekorierten Turnierpferd des Kreises Siegen-Wittgenstein geworden ist. Allein im Sitzungssaal hängen neun Urkunden – vom Klimaschutzpreis bis hin zum Preis für eine Rundholzbrücke.

Ewers und die Fachbereichsleiter haben alle Ausschreibungen im Blick, um Fördermittel in die Kommune zu holen, aber auch, um von anderen zu lernen. Nun wird es weitere Impulse geben, denn die 19 ausgewählten Orte des Fortschritts bekommen zwar kein Geld, werden aber an gemeinsamen Tagungen teilnehmen, Wissensaustausch erwünscht. Burbach könnte zum Beispiel etwas zum Krisenmanagement beisteuern. Schulze: „Sie haben gezeigt, dass Sie als Gemeinde ein breites Kreuz haben und einiges aushalten können.“

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