Bürgermeister kontert Kritik aus UWG in der Bärenfrage

Der Vorschlag der Stadtverwaltung: Der Berliner Bär neben der City-Galerie
Der Vorschlag der Stadtverwaltung: Der Berliner Bär neben der City-Galerie
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Bürgermeister Mues wehrt sich gegen den Vorwurf des stellvertretenden Fraktionschefs der UWG, Günther Langer, die Öffentlichkeit in Bezug auf den Berliner Bären nicht korrekt informiert zu haben.

Siegen..  Langer hatte Mues kritisiert, falsche Aussagen im Zusammenhang mit politischen Entscheidungen zur Standortfrage gemacht zu haben und eine Richtigstellung verlangt. „Vielmehr sollte Herr Langer seine unbedachten Äußerungen noch mal überdenken“, erwiderte Mues am Mittwoch.

Hintergrund des Scharmützels ist eine E-Mail des Bürgermeisters an die Fraktionsvorsitzenden. Darin hatte Mues seine Verwunderung über Klagen vieler Politiker ausgedrückt, die den von der Verwaltung vorgeschlagenen Platz für den Bären neben der City-Galerie kritisieren. Es sei Mitte 2013 Willen des Kulturausschusses gewesen, dass die Skulptur nicht ans Kölner Tor zurückkehrt. Langer hatte dieser Darstellung widersprochen.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Die Verwaltung sei einzig beauftragt worden, Standortvorschläge zu erarbeiten. „Die Ratsvertreter haben in keiner Sitzung des zuständigen Kulturausschusses des Stadtrates einen Beschluss darüber gefasst, für den Berliner Bär einen anderen Standort als den angestammten am Kölner Tor vorzusehen. Haben sie doch, konterte Mues gestern – und zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ sei am 21. Mai 2013 ursprünglich zwar nur geplant gewesen, ein Meinungsbild abzufragen, was mit dem Bären nach der Baustelle Siegen zu neuen Ufern passieren solle. Die Diskussion habe aber eine Eigendynamik bekommen, so Mues. „Plötzlich wurde eine Abstimmung beantragt und bei einer Gegenstimme – sie kam aus der CDU – hatten sich die Ausschussmitglieder gegen eine Rückkehr des Bären zum Kölner Tor ausgesprochen.“

Er, Mues, sei damals unglücklich damit gewesen. Seine Meinung habe er aber geändert. „Ich denke, dass der Bär von der jetzt wirklich schönen Stadtmauer ablenken würde. Aber es ist eine Geschmacksfrage.“ Mit dem Vorschlag, das Geschenk aus Spandau neben die City-Galerie zu stellen, sei er zwar einverstanden. Aber: „Ich habe selbst viel überlegt. Ganz ehrlich: Der ideale Standort ist mir nicht eingefallen.“ Priorität habe es, die Skulptur dort aufzustellen, wo sie viele Menschen sehen.

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