Bürger sorgen sich um Parkplätze in Siegen-Geisweid

Die Interessengemeinschaft Gut für Geisweid stellt bei einem Rundgang am Montag (17. Oktober 2016) ihre Interpretation der aktuellen Pläne für den Stadtteil vor. Leiter des Rundgangs: Ulrich Hoefer
Die Interessengemeinschaft Gut für Geisweid stellt bei einem Rundgang am Montag (17. Oktober 2016) ihre Interpretation der aktuellen Pläne für den Stadtteil vor. Leiter des Rundgangs: Ulrich Hoefer
Foto: Florian Adam
Was wir bereits wissen
Veranstaltung der Interessengemeinschaft „Gut für Geisweid“ stößt auf enorme Resonanz bei den Anwohnern: Einige Geisweider sehen die zukünftige Parkplatzsituation skeptisch.

Geisweid..  Die Resonanz überrascht auch die Organisatoren. Mit „zehn bis 15 Personen“ hätten sie für den Rundgang durch Geisweid zwecks Erläuterung der Vollsortimenter-Pläne gerechnet, sagt Ulrich Hoefer von der Interessengemeinschaft „Gut für Geisweid“. Tatsächlich sind gestern Abend fünf Mal so viele Menschen erschienen.

Es gehe um eine „wertneutrale Vorstellung“ der Pläne, betont Hoefer, „nicht nur anhand von Plänen, sondern an den Örtlichkeiten“. Das Interesse ist offensichtlich, für den Rundgang werden aufgrund der vielen Teilnehmer zwei Gruppen gebildet. Es geht nicht nur um das Projekt „Vollsortimenter“, das auf dem Areal der heutigen Parkpalette an der Ecke Geisweider Straße/Rijnsburger Straße verwirklicht werden soll. Die Tour führt durch das gesamte Stadtteilzentrum. Klar wird aber: Zumindest der zukünftigen Parkplatzsituation sehen einige Geisweider skeptisch entgegen.

Parkdauer maximal zwei Stunden

Etwa 172 Stellplätze sollen im Bereich zwischen und um ReweMarkt und Rathaus neu entstehen, „darin enthalten sind die für das Rathaus mit seinen Kunden, Besuchern und Beschäftigten baurechtlich notwendigen Stellplätze“, wie es in der Vorlage heißt, der der Stadtentwicklungs-Ausschuss bereits zustimmte und die am Dienstag, 25. Oktober, in einer gemeinsamen Sitzung von Bauausschuss und Bezirksausschuss auf der Tagesordnung steht. Etwa 50 dieser Stellplätze sollen für Beschäftigte der Stadtverwaltung abgetrennt werden, die übrigen öffentlich nutzbar sein – für jeweils maximal zwei Stunden mit Parkscheibe.

„So üppig, wie wir bisher Stellplätze haben – und wir wie sie auch brauchen – wird es dann nicht mehr sein“, sagt Hoefer. Gerade mit Blick auf Veranstaltungen wie den Flohmarkt sieht er das kritisch. In der Gruppe beim Rundgang erntet er immer wieder Zustimmung.

„Wir begrüßen den Rewe-Markt grundsätzlich“, betont Hoefer, „und wenn’s sein muss, schließen wir uns auch dem Wunsch der Bevölkerung nach Aldi an.“ Letzteres ist, zumindest in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rewe-Markt, vom Tisch. Und was letzteren angeht: Für den hatte die Interessengemeinschaft das Ladenlokal unterm Ratssaal vorgeschlagen, in dem zuvor Kik untergebracht war.

Viele Leerstände

Sorge bereiten der Interessengemeinschaft die vielen Leerstände in der Rathausstraße. Bezüglich einer erhofften Belebung im Fahrwasser des Vollsortimenters „hören wir immer mehr Stimmen, die kritisch fragen, ob das gelingt“.

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Hintergrund: Entwicklung im Stadtteil begleiten

Die Interessengemeinschaft „Gut für Geisweid“ bestehe „im harten Kern“ aus etwa acht Leuten, sagt Ulrich Hoefer.

30 bis 40 weitere Personen gehören locker dazu. Alle eint das Interesse „am Standort Geisweid“.

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