Bühltunnel in Siegen fast fertig

Im Bühltunnel fehlt noch die technische Ausstattung.
Im Bühltunnel fehlt noch die technische Ausstattung.
Foto: Jens Plaum
Was wir bereits wissen
Graben, sprengen, betonieren: Der Bühltunnel ist fast fertig. Ende 2016 sollen die ersten Autos über die HTS im Siegener Süden fahren.

Niederschelden/Eiserfeld..  Kaum ein Stück Beton und Asphalt wird derzeit sehnsüchtiger erwartet als die gut drei Kilometer lange HTS-Erweiterung im Siegener Süden.

Schließlich soll das letzte Teilstück die Eiserfelder und insbesondere die Niederscheldener Ortsmitte in Sachen Verkehr enorm entlasten. Allein der Bühltunnel lässt die meisten der 12 000 bis 15 000 Fahrzeuge, die durch die Nachbarschaft fahren, durch den Bühlrücken hindurch Richtung Siegen oder Rheinland-Pfalz rollen.

Ende 2016 soll es soweit sein. Dann ist nach aktuellen Planungen Verkehrsfreigabe für das komplette Teilstück, sagte kürzlich Straßen-NRW-Projektleiter Ulrich Seibel.

Die 525 Meter lange Röhre ist bereits im Rohbau hergerichtet. In Kürze folgt die technische Ausstattung – für mehr als 4,5 Millionen Euro. Dazu gehören unter anderem Beleuchtungseinrichtungen und Sicherheitssysteme.

Für den Tunnel schafften Arbeiter rund 47 000 Kubikmeter Felsen und Erde aus dem Untergrund. Das entspricht ungefähr 335 714 Badewannenfüllungen. Vier Mal am Tag wurde gesprengt. Zu Anfang notierten die Fachleute Setzungen an der Oberfläche von bis zu fünf Zentimetern. Später seien es noch wenige Millimeter gewesen. Für Anwohner oder Gebäude habe keine Gefahr bestanden.

Zehn Meter lange Blöcke

Nachdem Spreng- und Vortriebsarbeiten planmäßig verlaufen waren, wurde die Röhre blockweise betoniert. Montagewagen, die auf Schienen durch den Tunnel rollten, unterstützten die Arbeiter beim Anbringen von Folien, Bewehrungseisen, Verschalungen und Beton.

Jeder Block ist zehn Meter lang und benötigte je nach Position unter Tage zwischen 120 und 150 Kubikmetern Beton. Zugleich wurde das Betriebsgebäude über dem Westportal auf der Schelder Seite errichtet. Dort sind technische Anlagen untergebracht.

Die ersten Autos sollen bereits im August über Abschnitte des neuen Teilstücks fahren. Die Bahn nimmt den Bahnübergang Maccostraße vom Netz. Allerdings ist das kurze Stück HTS vorerst nur für den Anliegerverkehr jenseits der Bahntrasse freigegeben.

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