Bücherei wird größer und schöner

Kirstin Krässel in der Stadtbücherei in der Gelben Villa vor dem Plan der neuen Bibliothek am Marktplatz.
Kirstin Krässel in der Stadtbücherei in der Gelben Villa vor dem Plan der neuen Bibliothek am Marktplatz.
Foto: hn
Was wir bereits wissen
42000 Bücher, CDs und DVDs wechseln den Standort: Bis Mittwoch sollen die Bestände der Stadtbibliothek Kreuztal an den neuen Standort umziehen.

Kreuztal..  Angefangen hat es mit 9000 Medien, zumeist Büchern, im Mai 1997. Zielvorgabe war es damals, später einmal auf 26 000 Einheiten zu kommen. Zahlen, die längst von der Wirklichkeit überholt sind. Derzeit packen die Mitarbeiter eines Umzugsunternehmens die aktuell 42 000 Bücher, CDs oder DVDs in Kisten, um sie aus der Gelben Villa in Dreslers Park zur neuen Stadtbibliothek neben dem Rathaus zu transportieren.

Wann genau – nach mehrwöchiger Schließung – die lesefreudigen Kreuztaler wieder auf die Bestände zugreifen können, steht noch nicht fest. Am 14. Dezember, einem Sonntag, war die letzte Ausleihe am alten Standort; über tausend Besucher machten davon Gebrauch und deckten sich für die lange Durststrecke ein.

Eingerichtet ist die neue Stadtbücherei im umgebauten und komplett sanierten ehemaligen Squash-Center am Marktplatz bereits. Langsam füllen sich die Schränke mit den Medien, darunter 5000 neue, nachdem zuletzt intensiv aussortiert worden war. Wie immer garantiert die Stadtbücherei das Neueste vom Neuesten: Was auf der Spiegel-Bestsellerliste steht, steht auch in den Regalen der Kreuztaler Bücherei, dazu auch besondere Leserwünsche und das, was andere Bibliotheken anzuschaffen empfehlen.

Startschuss steht bevor

Kirstin Krässel und ihr mittlerweile siebenköpfiges Team sind derzeit im nachweihnachtlichen Stress. Alles soll perfekt sein, wenn irgendwann Ende Januar oder Anfang Februar der Startschuss für die neue, größere und noch schönere Stadtbibliothek fällt. Wobei die Gelbe Villa während der über 17-jährigen Dauer der Unterbringung der Bücherei nicht die schlechteste Wahl war. Hauptsächlich im Keller der Villa im toskanischen Stil und im Erdgeschoss in ansehnlichen Räumen untergebracht profitierte die Stadtbücherei auch vom vornehmen Ambiente der ehemaligen Industriellen-Wohnstätte.

Kirstin Krässel schätzt den „besonderen Charme“ der Gelben Villa, freut sich aber auch schon auf die neue Stadtbücherei, die so viele Möglichkeiten bieten wird, die in den inzwischen beengten Räumen im Park nicht vorhanden waren. Das seinerzeit von der Stadt erworbene Villen-Ensemble wurde zum Kultur- und Freizeitzentrum entwickelt und ergänzte sich mit den zahlreichen Einrichtungen hervorragend: außer der Bücherei noch das Stadtarchiv, die VHS, die Jugendkunstschule und Kurse der Musikschule. Bis auf VHS und Stadtarchiv wechseln alle Nutzer jetzt hinüber in das Kreuztaler Zentrum, das so lange auf die Belebung gewartet hat. Mit Ansiedlung der drei Einrichtungen gehen die Hoffnungen einher, dass nicht mehr nur an Markttagen die Innenstadt voll ist.

An mehreren PCs werden am neuen Standort Recherchen möglich sein, können Besucher etwa Bewerbungsschreiben verfassen. Das war zwar bisher auch schon möglich. Künftig aber werden dafür großzügige Arbeitsplätze auf der Galerie vorhanden sein. Nicht mehr im Bestand sind Navigationsgeräte, die vor einigen Jahren in Kreuztal erstmals von einer Stadtbücherei ausgeliehen wurden. Kirstin Krässel: „Heute ist das ja fast in dem Fahrzeug eingebaut.“ E-Books wurden in Kreuztal 2012 eingeführt, auch eine Premiere.

Hortgruppe ist schon eingezogen

Bleiben werden bewährte Veranstaltungen wie das Bilderbuchkino, die Vorlesestunde (eine Nachfolgerin der langjährig tätigen Karin Krahl wird noch gesucht), die Autorenlesungen und natürlich die mit fast allen Schulen und Kindergärten der Stadt vereinbarte Zusammenarbeit. Teile der Bibliothek werden nun sogar mit Schulstart nach den Weihnachtsferien von der Hortgruppe aus der Villa Schübel genutzt werden – bis etwa im April die Umbauten dort beendet sind.

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