Brüderweg hat wieder Anschluss
23.07.2010 | 17:36 Uhr 2010-07-23T17:36:00+0200
Siegen-Wittgenstein.Die Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) arbeiten weiter an Korrekturen des neuen Fahrplans, der vor einer Woche in Kraft getreten ist.
Ab Montag, 26. Juli, fährt die Linie C 109 auf ihrem Weg von Siegen über die Oberstadt nach Kaan-Marienborn wieder von der Siemensstraße über den Brüderweg-Kreisel. Damit werden wieder alle Haltestellen im Brüderweg erreicht, auch die eigens behindertengerecht ausgebauten – so, wie es viele Fahrgäste auch gewünscht haben. Die Haltestelle an der Rathenaustraße entfällt dann wieder. Bereits seit Mitte dieser Woche haben die VWS auch den Lauf der Linie R 11 in Hilchenbach korrigiert: Sie fährt, nachdem die Stadt sich bei der Bezirksregierung beschwert hatte, wieder über den Markt.
Verbesserungswünsche gibt es auch reichlich, was die Gestaltung von Fahrzeiten und -takten angeht. In Setzen wird eine Frühverbindung wieder eingeführt, nachdem sich dort die erforderliche Nachfrage ergeben hatte. Ähnliches könnte sich auch in Geisweid lohnen, findet unsere Leserin Karin Born: Ihr Sohn, der seinen Ausbildungsplatz bei Thyssen Krupp in Kreuztal hat, stieg früher um 5.15 Uhr an der Weidenauer Kirche ein und kam vor 6 Uhr in Eichen oder Ferndorf an. „Der Bus war bisher auch immer gut besetzt.“ Jetzt fährt der erste Bus um 5.28 Uhr ab – zu spät, um pünktlich am Arbeitsplatz zu sein.
Altenwohnanlage „lahm gelegt“
Was den einen fehlt, haben die anderen zu viel. Egon-Bernd Rosum wohnt im Weidenauer Charlottental. Alle halbe Stunde kommt die Linie C 116 an seinem Haus in der Hofgutstraße vorbei – schon der Stundentakt sei außerhalb der Stoßzeiten zu viel gewesen. Meistens, so Rosum, wäre ein Kleinbus völlig ausreichend. Bis kurz vor Mitternacht wird das Charlottental bedient. Und weil die C 116 von Siegen zum Haardter Berg und die C 116 vom Haardter Berg nach Siegen sich ausgerechnet in der Hofgutstraße kreuzen, sieht Rosum alle halbe Stunde gleich zwei leere Busse hintereinander herfahren. „Ein Skandal“, findet er, von dem auch die Bezirksregierung erfahren soll.
Ärgernis bleibt der Wochenendfahrplan – Beispiel Geisweid. Dort fährt die Linie C 130 (Siegen-Buchen) samstags und sonntags nicht durch die Sohlbacher Straße. Bitter: Die Haltestelle Friedlandstraße liegt direkt vor der Altenwohnanlage. Bewohnerin Erika Möller hat auch den Seniorenbeirat eingeschaltet: „Ausgerechnet am Samstagmorgen, wo viele Bewohner gerne zum Wochenmarkt fahren und mit ihren Taschen gerade bei der Rückfahrt auf den Bus angewiesen sind, geht jetzt nichts mehr“, klagt die 75-Jährige. Mitbewohnerin Ursula Otto stellt ihren Rollator beiseite: „Wir sind am Samstag jetzt im wahrsten Sinne des Wortes lahmgelegt.“ Zehn Euro fürs Taxi macht hier niemand leicht locker.
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