Brücke Nummer drei wird schräg

Stufenlos schön: Die neue Apollobrücke wird auf der Scheinerplatzseite keine Stufen haben – und die Stufen im Hammerhütter Weg umschiffen. Auf diese Weise wird der Übergang barrierefrei möglich.
Stufenlos schön: Die neue Apollobrücke wird auf der Scheinerplatzseite keine Stufen haben – und die Stufen im Hammerhütter Weg umschiffen. Auf diese Weise wird der Übergang barrierefrei möglich.
Foto: Manuela Nossuta/Stepmap
Was wir bereits wissen
Für den Neubau der Apollobrücke an Siegens Neuen Ufern ist die Ausschreibung heraus. Von ihrer Vorgängerin wird sie sich auf schräge Weise unterscheiden.

Siegen..  Die neue Apollobrücke wird eine schräge Sache. Die Stadt hat die Ausschreibung für den letzten Baustein von Siegens Neuen Ufern veröffentlicht. Die Arbeiten sollen am 20. Juni beginnen.

Neubau

Erster Schritt ist der Bau der neuen Brücke. Sie wird anders verlaufen als ihre Vorgängerin: nämlich leicht schräg. Auf der Scheinerplatzseite beginnt sie rechts neben den Stufen der heutigen Brücke, am anderen Ufer kommt sie, vom Theater aus gesehen, links neben der Weißmündung an. Dadurch wird der Überweg barrierefrei passierbar: Die beiden Stufen im Hammerhütter Weg werden umschifft, und die neue Brücke kommt ohne Treppen aus, wie Thomas Griese, städtischer Projektleiter bei „Siegen – Zu neuen Ufern“ erklärt.

Abriss

Nach Fertigstellung des Neubaus folgt der Abriss der alten Brücke. An das ehemalige City-Kaufhaus wird ein etwa anderthalb Meter breiter Stahlsteg gesetzt, „zur Erschließung des Notausgangs“, sagt Griese. Andere Lösungen, um die Fluchtwege aus dem Gebäude weiterhin sicherzustellen, seien zu kostspielig. Der Steg wird beim Notausgang enden, also nicht die Sieg überspannen – als Schleichweg für Fußgänger kommt er folglich nicht in Frage.

Design

„Optisch ist die neue Brücke baugleich mit den beiden anderen“, sagt Griese. Geplant ist eine schlichte Konstruktion von etwa sechs Metern Breite und 29 Metern Länge. Da die Brüstungen auf jeder Seite rund 50 Zentimeter beanspruchen, stehen Fußgängern rund fünf Meter lichte Breite zur Verfügung. Die Brüstungen erhalten Glasaufsätze, sodass die Formensprache von Oberstadt- und Bahnhofstraßenbrücke rundum aufgegriffen wird.

Zeitplan

Unternehmen können ihre Bewerbungen bis zum 24. April bei der Stadt einreichen. Zuschlagskriterium ist laut Ausschreibung der niedrigste Preis. Im Juni ist Baubeginn, Mitte Oktober 2016 soll die Brücke fertig sein. „Wir brauchen natürlich das richtige Wetter“, sagt Griese. Wie bei allen Schritten an den neuen Ufern spielen Temperatur, Niederschläge und Wasserstände eine entscheidende Rolle.

Umleitung

Ab Ende Juni, so Griese, wird die Bahnhofstraßenbrücke voraussichtlich wieder für den Publikumsverkehr offen sein.

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