Britisch-deutscher Musik-Mix
03.08.2010 | 17:01 Uhr 2010-08-03T17:01:00+0200
Netphen. Dass britischer und deutscher Rock sich sehr gut ergänzen können, zeigten am Freitagabend die Siegener Band „Die Älke“ und die fünf Musiker der „dIRE sTRATS“ aus Bremerhaven bei „Freitags in Netphen“.
„Die Netphener denken: Jetzt kommen da so‘n paar Fischköppe, die wollen wir uns mal angucken“, scherzte der Sänger der „dIRE sTRATS“, Peter Spencer, über den Andrang auf dem Rathausplatz. Tatsächlich wirkte das Publikum am Anfang eher skeptisch. Bei gemütlichem Mitnicken und Hin- und Herschaukeln genoss das Publikum auf dem Rathausplatz die nordischen Tribute-Musiker. „Von oben kann man wunderbar erkennen, wie die Leute innerlich mitsingen“, erklärte Spencer – und freute sich über reichlich Applaus.
Solostücke von Mark
Knopfler eingestreut
Ausgiebige Gitarrensoli und ein Klang, der den der Original „Dire Straits“ fast erreichte, überzeugten auch die Mitveranstalterin Anne Weber vom Kulturforum Netphen. „Das ist fast so, als würden die echten ‚Dire Straits‘ hier auf dem Rathausplatz stehen“, sagte sie. Doch die Bremerhavener beschränkten sich nicht auf die Stücke der großen Rockkollegen, sondern streuten auch Stücke aus dem Soloprogramm von Mark Knopfler, dem Gründer und ehemaligen Sänger der „Dire Straits“, ein. „Die hatten ja 1992 die letzte gemeinsame Tour“, erzählte Spencer – und fand, dass Knopflers Stücke sich gut in das Programm einfügten.
Andreas Kolb, Mark Rötz und Wolfgang König hatten zuvor Gelegenheit, das Publikum mit den Songs einer ganz und gar unbritischen Band zu unterhalten. Die drei Musiker haben sich im Siegerland als „Die Älke“ einen Namen gemacht. Sie brachten den deutschen Punkrock der Berliner Band „Die Ärzte“ mit.
Nach dem Konzert hatten die „dIRE sTRATS“ übrigens Gelegenheit, in einer Pension in Netphen-Brauersdorf zu feiern: Grund dafür bot – außer dem Auftritt – der Geburtstag von Bassist Thomas Fiebig.
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