Berufungsprozess um Schändung des Jüdisches Mahnmals

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Was wir bereits wissen
In einem Berufungsprozess wegen Verbreitung antisemitischer Transparente und der Schändung eines jüdischen Mahnmals stehen zwei Männer (24 und 26) seit gestern vor dem Landgericht Limburg.

Siegen-Wittgenstein/Limburg..  In einem Berufungsprozess wegen Verbreitung antisemitischer Transparente und der Schändung eines jüdischen Mahnmals stehen zwei Männer (24 und 26) seit gestern vor dem Landgericht Limburg. Sie sollen in Bad Berleburg am 75. Jahrestag der Reichspogromnacht, am 9. November 2013, einen Wildschweinkopf mit Israel-Flagge im Maul am Mahnmal befestigt und die Gedenkstätte mit roter Farbe beschmiert haben. Ihnen wird auch vorgeworfen, Transparente mit der Aufschrift „Die ewige Lüge lebt weiter“ im Lahn-Dill-Kreis und auf dem jüdischen Teil des Hermelsbacher Friedhofs in Siegen aufgehängt zu haben.

Einer der Angeklagten war Ende 2014 vom Amtsgericht Dillenburg wegen Volksverhetzung zu 16 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Der zweite wurde freigesprochen. Dagegen hatten Staatsanwaltschaft und Verteidigung Berufung eingelegt. Die Angeklagten machten zu den Tatvorwürfen zunächst keine Angaben. Der Prozess ist auf drei Tage angesetzt.

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