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Berufskolleg ist jetzt Europaschule

12.04.2011 | 19:00 Uhr
Berufskolleg ist jetzt Europaschule
Die Auszeichnung wurde von Schulministerin Sylvia Löhrmann (Mitte) und Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien (rechts) vorgenommen.

Siegen/Lüdinghausen. Das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen darf sich nun offiziell „Europaschule in Nordrhein-Westfalen“ nennen. Als einzige Schule im Kreis hat das Kolleg diese Auszeichnung in einer Feierstunde in Lüdinghausen erhalten.

„Das ist für uns eine ganz herausragende Auszeichnung. Von ungefähr 7500 Schulen in NRW dürfen sich nur 142 Europaschule nennen“, freut sich Schulleiter Karl-Heinz Bremer. Die Schulen erhalten die Auszeichnung für das Angebot besonders guter Europabildung. Europaschulen bieten neben der Intensivierung europäischer Themen im Unterricht vor allem ein erhöhtes Angebot an Fremdsprachen, bilinguales Lernen und projektorientierte Partnerschaften mit europäischen Schulen. Die Umsetzung dieser Kriterien wurde in einem Prüfverfahren festgestellt.

Europaschulen
als Brückenbauer

„Europaschulen sind Brückenbauer. Sie ermöglichen den Schülerinnen und Schülern interkulturelle Erfahrungen, die sie offen und neugierig für Gleichaltrige in den Nachbarländern machen“, beschreibt Schulministerin Sylvia Löhrmann den Grundgedanken einer Europaschule.

Die Schülerin Mariem Nabli gehörte mit zur Delegation, die sich die Auszeichnung abholen durfte. Sie stellte mit dem Koordinator der Europaschule, Patrick Helle, eine Übersicht zu europäischen Themen vor, die in der Fachoberschule behandelt wurden.

„Da ist mir erst bewusst geworden, was für einen internationalen Unterricht wir machen“, so Nabli und war vor allem beeindruckt von den Politikern: „Es war unheimlich interessant, die Minister mal live und nicht nur in den Nachrichten zu sehen.“

Für Patrick Helle, den Koordinator der Europaschule, ist die Auszeichnung die Belohnung für die intensive Arbeit der letzten Jahre im Hinblick auf die europäische Ausrichtung: „Wir bieten zurzeit fünf Fremdsprachen an, haben in ausgewählten Bildungsgängen zweisprachigen Unterricht auch in Fächern wie Volkswirtschaftslehre eingeführt und uns vor allem um Partnerschaften mit Schulen in anderen europäischen Ländern bemüht. Damit sind auch europäische Austauschprojekte verbunden, wie z. B. mit den Niederlanden, Spanien, Ungarn und Rumänien.“

Bremer sieht dies aber als Verpflichtung an: „Das Zertifikat gilt zunächst für fünf Jahre, dann werden wir wieder überprüft. Das Erreichte muss jetzt gehalten und ausgebaut werden. Wir müssen uns also weiterentwickeln.“

DerWesten



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