Bei Kreislaufstillstand schnelle Hilfe notwendig

Niederdresselndorf..  „Das Interesse reißt nicht ab“, zog ein sichtlich zufriedener Kai Langenbach Fazit nach dem Ersthelfertraining in der Hickengrundhalle. Rund 100 Interessierte waren gekommen, um sich über das „Ersthelferkonzept Gemeinde Burbach“ zu informieren und ihre Kenntnisse aufzufrischen.

Ein Aspekt stand besonders im Mittelpunkt: Der plötzliche Herztod. „Alle sechs Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch am plötzlichen Herztod. Damit ist der plötzliche Herztod zusammen mit den Herz-Kreislauf-bedingten Erkrankungen die häufigste Todesursache“, macht Kai Langenbach, Sprecher der Arbeitsgruppe „Ersthelferkonzept Gemeinde Burbach“, deutlich. „Wir haben in Deutschland und ganz speziell im Kreis Siegen-Wittgenstein einen sehr gut organisierten Rettungsdienst und sehr gute Kliniken. Jedoch verstreicht im Fall eines Kreislaufstillstands oft wertvolle Zeit, weil die im Notfall Anwesenden sich nicht trauen, mit der Wiederbelebung zu beginnen. Grund hierfür ist oft die Angst etwas falsch zu machen – aber nichts ist im Falle eines Kreislaufstillstands schlimmer, als nicht zu helfen.“ Langenbach stellte anschaulich dar, was überhaupt der plötzliche Herztod ist, wie man das Risiko minimieren kann, wie man ihn erkennt und was im Notfall zu tun ist. Anschließend ging es in die Praxisphase.

An verschiedenen Stationen konnten die Besucher unter fachlicher Anleitung von fast 40 ehrenamtlichen Unterstützern die richtigen Wiederbelebungsmaßnahmen trainieren. Mit dabei war auch die Band „Inside Factory“, die das Training mit Songs im Rhythmus einer Herz-Lungen-Massage untermalte. An Übungsdefibrillatoren konnte geübt werden, wie die Geräte richtig eingesetzt werden müssen.

Für Burbachs Bürgermeister Christoph Ewers ist dieses Engagement richtungsweisend. „Das solch ein Konzept mit ehrenamtlicher Hilfe in dieser Weise umgesetzt werden kann, ist einmalig. Ich hoffe, dass es Nachahmer findet.“