Bei Dr. Wolf und Sprechstundenhilfe Geißlein

Niederdielfen..  Eine Arztpraxis ist Schauplatz der Komödie, die die „Laien“ für ihre Dielfer Theatertage ausgewählt haben: Das Stück „Das Beste ist, wenn man nichts hat“ von An­dreas Heck soll wieder ein Kassenschlager werden. Nachdem die Aufführungen im vergangenen Jahr ausverkauft waren, verlängerte der Theaterverein das Wochenende um den Donnerstag; auf der Tribüne wurden außerdem zusätzliche Sitzplätze geschaffen.

Alle Vorstellungen ausverkauft

Die Schusseligkeit der Sprechstundenhilfe und viele skurrile Patienten lassen die Praxis im Chaos versinken. Auf Drängen seiner Frau Sabine soll Frank, zehn Jahre nach der Hochzeit, endlich eine vernünftige Hochzeitsreise antreten. Zur Wiederentfachung der schon etwas eingerosteten Liebe zwischen den beiden Streithähnen soll es in den Fernen Osten gehen, wofür Frank eine Impfung benötigt.

Leicht gesagt, denn der arme Frank hat eine Spritzenphobie. Dennoch lässt er sich überreden und tritt bei Dr. Wolf an. Doch in dessen Wartezimmer sitzen schon Heiner, Günther und der bei einem Training schwer zu Schaden gekommene Rennfahrer Vettel. Es ist völlig klar, dass nach diesem Besuch bei Dr. Wolf und Sprechstundenhilfe Geißlein nichts mehr so sein wird, wie es einmal war.

Nachdem die Truppe der Hobby-Schauspieler viele Jahre lang auf ver-schiedenen Bühnen in Niederdielfen, Wilnsdorf und Netphen ihre Stücke dargeboten hatte, entschloss sie sich ab 2012, die Aufführungen auf einen zentralen Ort und ein Wochenende zu konzentrieren. So entstanden die „Dielfer Theatertage“ in der Adolf-Saenger-Halle in Niederdielfen, nach Einschätzung der Veranstalter die zuschauerstärkste Theaterveranstaltung im Siegerland. „Im dritten Jahr unserer Veranstaltungsreihe im Januar 2014 waren wir das erste Mal bei allen drei Aufführungen restlos ausverkauft“, berichtet Vorsitzender Peter Lepschy, „über 1200 Zuschauer haben unser letztes Stück gesehen.“ In diesem Jahr gibt es vier Veranstaltungstage, die ebenfalls innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren. Möglich wurde das, weil die Realschule am Freitag zugunsten der „Laien“ auf ihren Schulsport verzichtet hat. Im Gegenzug haben „Die Laien“ der Realschule einen zweitägigen Workshop für ihre Theater-AG mit dem Regisseur der Laien, Martin Schmidt, spendiert.

Bei den „Dielfer Theatertagen“ — die letzten Vorstellungen finden Samstagabend und Sonntagnachmittag statt — werden die Gäste auch bewirtet. Wie immer mit Wurst, Pizzaschnecken und Kuchen, erstmals nun aber auch mit Cocktails und Popcorn.