Behindertenheim an Olper Straße

Freudenberg..  Das seit Jahren brachliegende Grundstück gegenüber dem Technikmuseum zwischen Olper und Siegener Straße soll Standort eines Wohnheims für behinderte Menschen werden. Mit diesem Thema beschäftigt sich der Ausschuss für Stadtentwicklung, Kultur und Touristik in seiner Sitzung am Mittwoch, 22. April, ab 17.30 Uhr im Rathaus.

Mit dem Vorhaben sind die Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel auf die Stadt zugekommen. Sie beabsichtigen, das Grundstück für ein Wohnheim zu nutzen, wo bis zu 24 Plätze für behinderte Menschen geschaffen werden könnten. Zielgruppe sind nach der vorliegenden Konzeptbeschreibung Menschen mit geistigen oder mehrfachen Behinderungen und besonderem Hilfebedarf. Damit soll dem steigenden Bedarf an stationären Plätzen in der Region entsprochen und die Versorgungssituation in Stadt und Kreis verbessert werden.

Geboten werden sollen den Betroffenen „passgenaue Unterstützungsleistungen auf dem Weg zu einer subjektiv gelingenden Rehabilitation“, heißt es im Konzept der Bethelschen Anstalten. Betreut werden die Bewohnerinnen und Bewohner von multiprofessionell ausgebildeten Fachkräften mit pflegerischer, erzieherischer und sozialpädagogischer Qualifikation, ergänzt von Hauswirtschaftskräften und Praktikanten, die ein soziales Jahr ableisten. Insgesamt sollen (mit Teilzeitbeschäftigten) 35 Mitarbeiter eingesetzt werden.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat bereits signalisiert, dass er den ausgewählten Standort an der L 512 für geeignet hält. Denn in der unmittelbaren Nachbarschaft befänden sich alle notwendigen Versorgungsangebote, die eine Teilhabe der Bewohner am Alltagsleben ermöglichten. Positiv gesehen wird ferner die Nähe zu Bushaltestellen und den Freizeitangeboten in Freudenberg.

Dreigeschossiges Gebäude

Im Erdgeschoss befänden sich die „Tagesgestaltung“ mit einem großen Gemeinschaftsraum sowie der Haustechnik und notwendigen Serviceeinrichtungen. Im 1. und 2. Obergeschoss liegen die Wohnräume, die allesamt barrierefrei gestaltet werden. Jeder Bewohner und jede Bewohnerin soll über einen eigenen Bereich mit Bad und kleiner Einbauküche verfügen. Jede der vier vorgesehenen Wohngruppen hat zudem einen gemeinsam zu nutzenden Wohnbereich.

Außen soll eine Gartenanlage entstehen, die über das 1. Obergeschoss zu erreichen ist und oberhalb der Olper Straße liegt. Vorgesehen sind verschiedene Sitzbereiche in einem geschützten Raum, in dem sich die Bewohner ungestört bewegen können. Neben dem Gebäude wird sich eine Stellplatzanlage befinden, weitere Parkmöglichkeiten werden an der Siegener Straße geschaffen.