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"Axel Ebbecke ist durchgestartet"

29.11.2007 | 18:52 Uhr

Burbach. Noch schneller als erwartet entwickelt sich die Umwandlung der früheren Luftwaffen-Kaserne auf der Lipper Höhe in den Gewerbepark Siegerland zu einer Erfolgsgeschichte.

Von Uli Geis Jens Zöllner machte Axel Ebbecke ein besonderes Geschenk zu dessen Geburtstag am gestrigen Donnerstag. Der Jungunternehmer mietete dieser Tage die 50. Fläche im Gewerbepark an und trug so seinen Teil dazu bei, dass auf dem alten Kasernengelände der Laden läuft.

Im Sommer dieses Jahres hatte der Neunkirchener seinen Metall und Kunststoff verarbeitenden Betrieb aus dem Freien Grund auf die Lipper Höhe verlagert. "Dort war es uns zu eng geworden. Jetzt mussten wir aber schon wieder erweitern", erzählte er gestern.

Im Gewerbepark war die Expansion kein Problem. Und das gelte auch für die meisten anderen Firmen, die sich seit Spätsommer 2006 zwischen Kasernentor und Sportanlage angesiedelt haben. Und das Schönste an der Sache, so Ebbecke: "Es sind überwiegend keine Burbacher Unternehmen. Sie kommen zum größten Teil aus Haiger und Daaden", erklärt er. Somit habe Burbach einen realen Arbeitsplatz-Zuwachs.

In einigen Bereichen sei bereits eine hundertprozentige Auslastung erreicht, sagt Ebbecke zufrieden. Die meisten Produktionshallen seien vermietet. "Sogar die Blechhalllen und die Garagen." Alleine im südlichen Abschnitt, in dem die Unterkünfte der ehemaligen Soldaten stehen, seien noch Kapazitäten offen. Mit der Vermarktung dieser Gebäude wolle sein Unternehmen aber sowieso erst 2008 richtig einsteigen.

Mit einer auch auf dem chinesischen Markt agierenden Tochter des Leverkusener Bayer-Konzernes habe er derzeit einen interessanten Verhandlungspartner. In diesem Zusammenhang betonte Axel Ebbecke die Nähe zum Siegerland-Flughafen.

Der "Airport" habe aber auch schon jetzt große Bedeutung für die positive Entwicklung des Gewerbeparkes. Denn verschiedene Firmen nutzten die Wohnmöglichkeiten, die sich auf dem ehemaligen Kasernen-Gelände bieten.

Das gelte sowohl für das Hotel "Siegerländer Hof" im früheren Offiziers-Kasino als auch für das so genannte Boarding-Haus. Eine Idee, die Ebbecke aus Amerika mit auf den Westerwald brachte: Möbilierte Räume, die monats- oder wochenweise vermietet werden. Mit großem Erfolg. Inzwischen kaufte der Hesse von einem Frankfurter Luxushotel 54 komplette Zimmerausstattungen. Sowohl das Hotel als auch das Boarding-Haus sollen im nächsten Jahr erweitert werden.

Was nicht überall auf dem Gelände so einfach ist. Denn nach wie vor fehlt ein Bebauungsplan, wie Axel Ebbecke und Landrat Paul Breuer gestern erläuterten. An diesem Problem werde aber intensiv gearbeitet. Sowohl im Interesse des Investors als auch der Gemeinde Burbach. Denn, so Paul Breuer: "Wir sind froh über Unternehmer, die wie Axel Ebbecke durchstarten."

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