AWO-Kita-Bus in Siegen fährt zu Flüchtlingskindern

Ihr Konzept für die AWO „Kids Club Party“ und den Kita-Bus stellten Jessica Albayrak (2. v. r.) und die anderen Verantworlichen in Siegen vor.
Ihr Konzept für die AWO „Kids Club Party“ und den Kita-Bus stellten Jessica Albayrak (2. v. r.) und die anderen Verantworlichen in Siegen vor.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ein Erzieher fährt ab August zu den Flüchtlingsunterkünften nach Burbach, Bad Berleburg und Olpe. Für die Finanzierung steigt am Samstag eine Spenden-Party.

Siegen.. Um Flüchtlingskindern in Burbach, Olpe und Bad Berleburg zu helfen, baut die AWO einen ausrangierten Linienbus in eine mobile Kindertagesstätte um. Der Bus soll Mitte August losfahren. Betreut werden die Kinder von einem festangestellten Erzieher und ehrenamtlichen Helfern.

Kinder brauchen Vorlesepaten

„Die Kinder brauchen Vorlesepaten, jemanden, der mit ihnen Fußball spielt – mit unserem neuen Bus kriegen wir sie hervorragend beschäftigt“, freute sich Jessica Albayrak, Marketingbeauftragte der AWO Siegen, bei der Vorstellung des Projekts. „Dadurch werden die Familien in den Flüchtlingsunterkünften entlastet und die Kinder können frei von den alltäglichen Sorgen miteinander spielen, basteln oder lesen.“

Regenbogenland Die Wahl fiel darauf, insbesondere etwas für die Kinder zu tun, da Erziehung eine Kernkompetenz der AWO sei und somit nur ein pädagogisches Konzept gefehlt habe. Teil des Konzeptes ist es nun, Grundbausteine der deutschen Sprache zu vermitteln, indem man den Kindern mit einem Sprachquartett einfache Begriffe erklärt.

Pensionierte Lkw-Fahrer im Einsatz

Bis zu 30 Flüchtlingskinder können in dem Bus betreut werden, bei gutem Wetter seien die Kapazitäten natürlich unbegrenzt, erklärte Albayrak. „Mit einem Bus sind wir flexibel und können sehen, wo der Bedarf am größten ist.“ Um zwischen den Flüchtlingsheimen in Olpe, Berleburg und Burbach zu pendeln, werden momentan pensionierte Bus- und Lastwagen-Fahrer mobilisiert.

Flüchtlinge Auch Peter Eberlein, Vorstandsvorsitzender der AWO Siegen, ist begeistert: „Wir wollen wieder attraktiver werden für Familien mit Kindern, deswegen müssen wir unsere Zielgruppenansprache spezifischer gestalten.“

„Kids Club Party“ in Eiserfeld

Gestiftet wurde der gebrauchte Bus von Klaus-Dieter Wern. „Ich habe in den Flüchtlingsunterkünften selbst gesehen, dass die Kinder dringend eine Beschäftigung brauchen“, sagte der Firmeninhaber.

Um den Innenausbau des Busses zu finanzieren, wird allerdings noch Geld benötigt. Aus diesem Grund veranstaltet die AWO am Samstag von 11 bis 18 Uhr auf dem Gelände des Autohaus Hoppmann in Eiserfeld die „Kids Club Party“, wo unter anderem die Moderatorin Singa Gätgens mit dem Ki.Ka-Tanzalarm auftritt.

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