Ausbildung – Chance für leistungsschwächere Jugendliche

Die Agentur betreut im Programm „Assistierte Ausbildung“ sowohl die Teilnehmer als auch die Betriebe  umfangreich.
Die Agentur betreut im Programm „Assistierte Ausbildung“ sowohl die Teilnehmer als auch die Betriebe umfangreich.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Den Unternehmen in Siegen-Wittgenstein und Olpe gehen die Bewerber für Lehrstellen aus. Die Agentur für Arbeit Siegen legt daher ein Förderprogramm auf.

Um zum Beispiel scheinbar leistungsschwächeren Jugendlichen den Weg zu einer Lehrstelle zu erleichtern.

Agenturchefin Dr. Bettina Wolf über die „Assistierte Ausbildung“.


Z Unsere Erfahrungen zeigen, dass zunehmend schwächeren Jugendlichen der Einstieg in eine betriebliche Ausbildung gelingt.
Allerdings bleiben immer wieder Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, weil sie aus persönlichen Gründen oder aufgrund ihrer Lebensumstände ohne Hilfe eine Ausbildung nicht aufnehmen oder erfolgreich beenden können. Die Hintergründe reichen von Verhaltensauffälligkeiten bis zu Sprachproblemen. Darunter sind auch alleinerziehende junge Mütter und Väter. Für diese Jugendlichen legt die Arbeitsagentur das Förderprogramm auf.


Z Die Assistierte Ausbildung ist ein individuell zugeschnittenes Unterstützungsangebot für Jugendliche.
Die Agentur betreut sowohl die Teilnehmer als auch die Betriebe umfangreich. Es kann um allgemeine Alltagshilfen gehen, zum Beispiel das morgendliche Abholen und Begleiten zum Betrieb oder die Strukturierung des Tagesablaufes. Bei Bedarf wird mit den Eltern gearbeitet, bei Konflikten und Krisen geholfen oder ein Verhaltenstraining durchgeführt. Zusätzlicher Unterricht von vier bis neun Schulstunden pro Woche und die Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung sind Bestandteil.


Z Abhängig vom Einzelfall beginnt die Assistierte Ausbildung bis zu sechs Monate vor Ausbildungsbeginn.
Teil des Programms sind Berufsberatung, Bewerbungstraining und Praktika. Nach der Ausbildung folgt bei Bedarf eine dreimonatige Unterstützung beim Übergang in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.


Z Die Zahl der Schulabgänger ist in der Region dieses Jahr erstmals demografisch bedingt zurückgegangen und sinkt in den nächsten fünf Jahren weiter um rund 17 Prozent.
Um bei dem sinkenden Bewerberpotenzial Stellen zu besetzen, sollten die Betriebe Jugendlichen eine Chance geben, die anhand ihrer Unterlagen nicht ihren Wünschen entsprechen, rät die Agentur für Arbeit den Firmen. Es lohne sich, junge Menschen zunächst unvoreingenommen anzuschauen und zum Beispiel in einem Praktikum kennen zu lernen.

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