Ausbau von Bahntrassen und Tempo bei Route 57

Die IHK fordert in einem Brief ans Bundesverkehrsministerium unter anderem, die
Die IHK fordert in einem Brief ans Bundesverkehrsministerium unter anderem, die
Foto: Alexander Völkel
Was wir bereits wissen
Die IHK Siegen hat in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) den zügigen Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke, der Sieg-Stecke und den Bau der Route 57 gefordert.

Siegen-Wittgenstein..  Die Projekte sollen vorrangig im Bundesverkehrswegeplan 2015 verankert werden, so IHK-Präsident Felix G. Hensel und Hauptgeschäftsführer Klaus Gräbener.

Mit einer ähnlichen Forderung hatte sich vor einigen Wochen Landrat Andreas Müller an das Ministerium gewandt.

Gütertransport auf Schiene verlagern

„Sowohl die verbesserte Anbindung für den Schienengüterverkehr als auch die Ortsumgehungskette von Kreuztal bis Erndtebrück/Schameder liegen im zentralen Interesse der südwestfälischen Wirtschaft“, so Hensel. Der marode Zustand der Autobahnbrücken an der A1 und der A45 erschwere den Güterverkehr von und nach Südwestfalen erheblich. Viele Unternehmen seien interessiert an besseren Möglichkeiten, den Gütertransport von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Hierfür seien bessere Anbindungen an die Rheinhäfen in Köln und Richtung Ruhrgebiet nötig. Bei entsprechendem Ausbau, etwa mit stärkerem Gleisprofil und der Herstellung der Zweigleisigkeit, könnten beide Bahnverbindungen auch die Bahnstrecken im Mittelrheintal entlasten. Dies habe eine Studie des Bundesverkehrsministers aktuell gezeigt, betonte der IHK-Präsident: „Verbessert man die Verbindung Troisdorf-Siegen für den schweren und kombinierten Güterverkehr, bindet man dadurch die heimische Wirtschaft nicht nur punktgenauer an die Wirtschaftsräume an Rhein und Ruhr an, auch die Autobahnen könnten spürbar entlastet werden. Umladeeinrichtungen, wie der Containerterminal Kreuztal, könnten diese Kapazitäten aufnehmen“, so Hensel.

Spürbarer Wettbewerbsnachteil

Um „uneingeschränkte Unterstützung“ bittet die IHK auch in punkto Route 57. In ihrem Schreiben weist die Kammer auf die Weltmarktführer hin. Für ihren unternehmerischen Erfolg seien sie auf eine wettbewerbsfähige Verkehrsinfrastruktur für den Transport ihrer Güter angewiesen. „Der zähe Verkehr durch die Ortslagen bedeutet für die Anwohner gesundheitliche Belastungen und für die Betriebe zunehmend gravierende logistische Verzögerungen, die sich längst zu einem spürbaren Wettbewerbsnachteil entwickelt haben, der Aufträge kostet“, so Gräbener. Die Ortsumgehungskette werde vom überwiegenden Teil der Bevölkerung unterstützt. „Sie stellt den entscheidenden Schlüssel für die Anbindung Wittgensteins dar. Hierin sind wir uns als IHK nicht zuletzt auch mit den heimischen Gewerkschaften einig“, so Gräbener.

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