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HTS-Ausbau

Auf neuen Wegen Richtung Zukunft

29.12.2011 | 16:46 Uhr
Auf neuen Wegen Richtung Zukunft
Die Bauarbeiten an der Anschlussbrücke Siegtalstraße/HTS ligen laut Bauüberwacher Michael Stahl im Zeitplan.

Siegen.In Sachen Bahn-Fernverkehr landete Siegen 2011 auf dem Abstellgleis. Dafür sind die Weichen für zügigere Autofahrten Richtung Niederschelden endgültig gestellt. Während der letzte Eurocity nach Klagenfurt am 10. Dezember den Siegener Hauptbahnhof verließ, gehen die Arbeiten für die südliche HTS-Erweiterung gut voran.

Im März hatte die Bahn angekündigt, den Eurocity einzustellen. Trotz aller Marketingmühen war es nicht gelungen, die angestrebte Marke von 100 Fahrgästen zu erreichen. Zu Spitzenzeiten stiegen gerade einmal 40 Personen ein.

Brücken und Tunnel

Gut im Rennen liegt hingegen der Landesbetrieb Straßen.NRW mit der HTS-Erweiterung. Das mit 81 Millionen Euro veranschlagte Großprojekt nimmt Form an: mit der Rampe der HTS-Auffahrt Siegtalstraße, dem Baustart für den Kreisel und die neue Brücke in Niederschelderhütte und dem Beginn der Bauarbeiten für den Bühltunnel. Auf 525 Metern soll sich dieser ab 2014 unter Niederschelden hindurchschlängeln.

Fertig sein soll die HTS-Erweiterung bis 2015. Begonnen hatten die Arbeiten im Oktober 2010. Ist die HTS-Erweiterung realisiert, versprechen sich der Landesbetrieb, die Stadt und viele Anwohner eine Entlastung, da große Teile des Verkehrs dann über die neue Trasse fließen können.

Ebenfalls nicht den Anschluss verloren hat die Stadt 2011 mit ihren Gewerbegebieten Leimbachtal und Martinshardt. Einen ersten Spatenstich hatte es im Januar gegeben, dieser war allerdings eine Art Vorpremiere: Denn das Grundstück, auf dem Hees Bürowelt ein Gebäude direkt an der Leimbachstraße errichtete, gehörte der Firma selbst – und nicht der Stadt. Die setzte auf ihrem eigenen Areal im März den ersten Spatenstich.

Hohe Nachfrage

Im Dezember präsentierten die Siegener Versorgungsbetriebe, der Wasserverband Siegen-Wittgenstein und RWE die infrastrukturelle Erschließung: Ein 5,4 Millionen-Projekt, dass die Versorgung der Gebiete sichert. Die Nachfrage nach den entstehenden Flächen sei groß, so Bürgermeister Steffen Mues. Außerdem laufen noch die Planungen für das Gewerbegebiet Oberschelden, für das im Grunde nur die Zusage für den Autobahnvollanschluss aussteht.

Im Bahn-Fernverkehr wird Siegen übrigens trotz gekappter Eurocity-Verbindung noch auftauchen: Zum 150-jährigen Bestehen der Ruhr-Sieg-Strecke bekam am 18. September ein ICE den Namen der Krönchenstadt.

Florian Adam

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