Auf der Suche nach Flüchtlingsunterkünften

Siegerland..  Die Städte und Gemeinden im Kreis Siegen-Wittgenstein sind aufgerufen, der Bezirksregierung als Flüchtlingsunterkünfte geeignete Immobilien vorzuschlagen. Der Landrat habe nach einer entsprechenden Anfrage aus Arnsberg die Aufforderungen per Brief an die Kommunen weitergegeben. Das Land sucht in Anbetracht deutlich gestiegener Flüchtlingszahlen, insbesondere aus dem Kosovo, neue Objekte zur Erstaufnahme der Menschen.

„Unser Problem ist: Wenn wir eine geeignete Immobilie hätten, hätten wir sie längst für unseren eigenen Bedarf vorbereitet“, sagt André Schmidt, Fachbereichsleiter Soziales und Wohnen bei der Stadt Siegen. Schon die Suche nach Unterkünften für die regulär zu versorgenden Flüchtlinge sei eine Herausforderung.

Seien der Stadt Siegen im Jahr 2014 insgesamt 219 Flüchtlinge zugewiesen worden, seien es im Jahr 2015 bereits rund 80. Verlässliche Planungen seien zudem sehr schwierig, weil sich in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen „die Zahlen täglich ändern“.

Auch Wilnsdorf hat keine passenden Immobilien „in der Größenordnung, die der Bezirksregierung vorschwebt“, wie Gemeinde-Sprecherin Stefanie Gowik sagt. Ähnlich sieht es in Kreuztal aus, wie die Beigeordnete Edelgard Blümel betont. Hier gab es 2015 bereits 49 Zuweisungen, 16 davon aus dem Kosovo.

„Wenn wir 150 bis 200 Leute unterbringen wollen, müssen wir erstmal überlegen“, sagt Gerhard Krämer, Ordnungsamtsleiter der Stadt Netphen. Wir haben keine Kasernen wie in Burbach“. Es blieben nur Hallen, so Krämer. Die seien aber von den Schulen und Sportvereinen belegt.

Das Problem sieht auch Hans-Jürgen Klein, Pressesprecher der Stadt Hilchenbach. „Bisher konnten uns wir keine abschließende Meinung bilden“, so Klein. „Für die Leerstände, die wir haben, laufen bereits andere Projekte.“ Eine Nutzung für Flüchtlinge sei dort nicht mehr möglich.