Auch Kreuztal will nun schneller sein als Arnsberg

Kreuztal..  Die Stadt Kreuztal will die Änderung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen baldmöglichst in die Wege leiten. Damit will Kreuztal — wie auch schon die Nachbarstadt Netphen – dem Sachlichen Teilplan Energie des Regionalplans zuvorkommen, der andere als die von den städtischen Gremien vorgesehenen Bereiche als potenzielle Standorte für Windräder vorsieht.

So hatte der Infrastrukturausschuss zwei Vorrangzonen im Bereich Littfeld/Hoher Wald ausgesucht und Windräder im Umfeld des Kreuztaler Wahrzeichens, nämlich des Kindelsbergs mit dem SGV-Turm, ausgeklammert. Doch exakt dort sieht der Regionalplan – neben anderen Stellen – die Möglichkeit vor, Konzentrationszonen auszuweisen. Die Stadt Kreuztal sah sich dadurch in ihrer Planungshoheit eingeschränkt.

Mit Risiken verbunden

Mit Abkürzung der bisherigen eigenen Konzeptplanung und der Einleitung der Flächennutzungsänderung seien allerdings Risiken verbunden, heißt es in der Vorlage zum Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt und Wirtschaftsförderung, der sich Donnerstag, 5. Februar, ab 17 Uhr in der Weißen Villa mit dem Thema beschäftigt. Denn zum einen müsse die Stadt alle notwendigen Gutachten selbst finanzieren. Üblicherweise wäre gewartet worden, bis ein Investor sich meldet, der dann auch die begleitenden Untersuchungen zu bezahlen hätte.

Rechtsstreit nicht ausgeschlossen

Auch könne nicht abgesehen werden, ob Abweichungen zwischen kommunaler Flächennutzungsplanung und Regionalplanung zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen. Zudem ist nicht sicher, ob es gelinge, „schneller zu sein als die Regionalplanung“, womit alle Bemühungen „umsonst wären und man von vorn beginnen muss“. Dann allerdings müsste die Stadt Kreuztal die regionalplanerischen Vorgaben mit dem entsprechenden Zeit- und Kostenaufwand berücksichtigen.

Insgesamt sieht die Verwaltung das bisherige Verfahren so, dass ihre eigenen Planungen „durch ständig neue und zum Teil verspätet bereitgestellte Publikationen behindert“ worden seien. Doch das Risiko, dass etwas geschehe, was die Stadt nicht wünscht, erscheint der Verwaltung größer, wenn sie nicht unverzüglich weiterplane.