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Auch in Kreuztal wird das Geld knapp

29.06.2009 | 21:00 Uhr

Kreuztal nimmt in diesem Jahr mindestens zwei Millionen Euro weniger an Gewerbesteuern aus.

Ob Kreuztal in Zukunft den Gürtel wirklich enger schnallen muss, wird sich am Jahresende erweisen: Bislang kam die gewerbesteuerstarke Stadt stets mit dem Schrecken davon, wenn es hieß: „Die Steuereinnahmen sinken.” Doch dieses Mal ist es anders: Die globale Wirtschafts- und Konjunkturkrise hat auch die zweitgrößte Stadt im Kreisgebiet erfasst.

Der ohnehin schon auf 28 Millionen Euro reduzierte Gewerbesteueransatz (Vorjahr: 29,5 Mio.) wurde um weitere zwei Millionen Euro nach unten korrigiert, wie die Verwaltung jetzt im Rat mitteilte. Das bedeutet mit Blick auf die an das Land abzuführende Gewerbesteuerumlage eine Nettoverschlechterung des städtischen Haushalts um 1,7 Millionen Euro. Auch die Einkommensteueranteile, die realistischer Weise auf 10,5 (Vorjahr: 10,6) Millionen Euro geschätzt wurden, könnten nach der Steuerschätzung neun Prozent niedriger ausfallen. Bürgermeister Rudolf Biermann sieht es deshalb „bedauerlicherweise als richtig” an, bei den Planansätzen für die beiden wichtigsten kommunalen Steuereinnahmen zurückhaltend vorgegangen zu sein. Da nur noch 48 der 360 Mitgliedskommunen des Städte- und Gemeindebundes NRW ihren Haushalt ausgleichen können, während 266 einen defizitären Etat vorweisen und 43 sind in der Haushaltssicherung befinden, seien weitere Konsolidierungsanstrengungen unumgänglich. So gilt bereits eine grundsätzliche Wiederbesetzungssperre, um Personalkosten zu senken. Für ausgewählte disponible Bereiche seien interne Bewirtschaftungssperren unverzichtbar.

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