Attraktivität als Arbeitgeber steigern

Siegen..  Zufrieden zeigt sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen mit der bisherigen Arbeit der Servicestelle zur Fachkräftesicherung. Seit August habe es mehr als 300 Gespräche und über 100 Besuche in Unternehmen gegeben, heißt es einer Mitteilung. „Die aufsuchende Beratung der Servicestelle trägt unser Know-how bei der Personalentwicklung und beim Finden und Binden von Mitarbeitern effektiv an unsere Unternehmen heran“, so Stephan Jäger, Leiter des Referats Arbeitsmarkt.

Weiterbildung und Förderung

Die IHK unterstütze mit diesem Programm insbesondere kleine und mittelständische Betriebe in ihrer Personalplanung und helfe, „betriebliche Altersstrukturen zu analysieren und qualifikatorische Bedarfe abzuklären“, heißt es weiter. Die Beraterinnen Dagmar Gierse und Uta Fiedler gehen auf die Betriebe zu und begleiten sie bei Problemlösungen rund ums Thema Fachkräfte.

Vorrangig standen bisher Besuche in kleineren metallverarbeitenden Betrieben auf dem Plan. Auch Unternehmen des Einzelhandels, aus dem Gastgewerbe und aus dem Transportbereich nahmen den Service allerdings schon in Anspruch. „Wir machen uns bei den Unternehmen zunächst vor Ort ein Bild und zeigen dann dort Handlungsstrategien auf“, erklärt Dagmar Gierse.

Die Themen sind vielfältig: So werden zum Beispiel konkrete Weiterbildungsthemen und Fördermöglichkeiten vorgeschlagen oder mit den IHK-Analyseinstrumente Demografierechner und Fachkräftemonitor Entwicklungsprofile erstellt. „Häufig können im Gespräch mit den Unternehmern Ideen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität geliefert werden“, schreibt die Kammer. „Da bestehen deutlich mehr Möglichkeiten als die Erhöhung von Lohn und Gehalt: Stichworte sind etwa Vereinbarkeit von Familie und Beruf, attraktive Unternehmenskultur, die Einbindung des Gesundheitsaspekts oder auch Personalentwicklungsstrategien.“

Weniger Nachwuchs in der Firma

Laut Prognosen zum demografischen Wandel werden künftig weniger junge Menschen als bisher in Unternehmen einsteigen, während parallel viele ältere Arbeitnehmer ausscheiden. „Das Angebot an Fach- und Führungskräften wird in den nächsten Jahren rarer“, betont die IHK. Personalentwicklung sei daher für alle unerlässlich, unterstreicht Uta Fiedler: „Die Betriebe müssen sich in diesem Wettbewerb um die Köpfe interessant machen und Alleinstellungsmerkmale ausprägen. Je unverwechselbarer ihr Profil, desto besser.“