Appell an Vermieter

Wilnsdorf/Netphen. Mit einem Appell, Wohnraum zur Unterbringung von Flüchtlingen an die Kommune zu vermieten, haben sich die Verwaltungen der Gemeinde Wilnsdorf und der Stadt Netphen an die Öffentlichkeit gewandt. 64 Flüchtlinge leben zurzeit in Unterkünften der Gemeinde Wilnsdorf, allein in den ersten sechs Wochen dieses Jahres kamen 25 Asylsuchende hinzu.

Die Gemeinde will auf große Gemeinschaftsunterkünfte verzichten, wenn es gelingt, dezentral Wohnungen anzumieten. „Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Asylsuchenden besser ins dörfliche Leben integriert werden können“, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus, „es werden auch Konflikte vermieden, die auftreten können, wenn Menschen verschiedenster Nationalitäten auf engem Raum zusammenleben müssen.“ Die Stadt Netphen will zudem auch von sich aus auf Eigentümer leer stehender Wohnungen zugehen.