Ansprechpartnerin für Senioren

Kreuztal..  Für die älteren Bürgerinnen und Bürger Kreuztals bringt 2015 gleich mehrere Neuerungen: Am Freitag wird sich der neue Seniorenbeirat konstituieren. Dort wird sich dann die Sozialarbeiterin Katja Ermert-Weise als Nachfolgerin von Daniela Sadelkow-Geßner vorstellen, die 16 Jahre lang Seniorenberaterin der Stadt Kreuztal und der Kirchengemeinden war und sich neuen Aufgaben zugewandt hat (wir berichteten).

Langjährige Berufserfahrung

Die 46-jährige Katja Ermert-Weise ist verheiratet, Mutter von drei zum Teil erwachsenen Kindern und – mit Unterbrechungen – seit über 20 Jahren im Beruf. Sie war beim Lahn-Dill-Kreis angestellt, danach an einer Förderschule, zuletzt als gesetzliche Vereinsbetreuerin bei den Johannitern in Siegen. Gerade in diesem Tätigkeitsbereich sammelte sie viele Erfahrungen auch mit alten Menschen, die ihr in ihrem neuen Wirkungskreis zugute kommen.

Während der ersten Tage im Büro im Haus der Diakonie gab es schon einige Kontakte mit der Zielgruppe, die auf das kompetente Hilfsangebot der Seniorenberatungsstelle zurückgreift. Wie auch ihre Vorgängerin beschäftigt sich Katja Ermert-Weise intensiv mit den Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht – ein „Dauerbrenner“, zumal Menschen ab einem bestimmten Alter gern klären wollen, was in einer unvorhersehbaren Situation mit ihnen geschehen soll. Auch bei dem weiten Feld der Pflege kann Katja Ermert-Weise unterstützend eingreifen.

Sie hatte in den ersten Tagen schon Anfragen etwa zu Möglichkeiten der Kurzzeitpflege oder zu Leistungen der Pflegekasse. Dabei ist ihr bewusst, dass es auch in Kreuztal viele ältere Menschen gibt, die aus Unwissenheit Angebote, die auch für sie da sind, nicht in Anspruch nehmen. Eine besondere Gruppe Betroffener sind diejenigen, die in Armut leben und/oder keine Angehörigen mehr haben. In solchen Fällen will sie zu den zuständigen Einrichtungen und Ämtern vermitteln.

Akteure kennen lernen

Die ersten Wochen im neuen Job will Katja Ermert-Weise nutzen, um die Arbeitskreise, ehrenamtliche und professionelle Akteure in der Stadt kennen zu lernen, die bekanntlich ein dichtes Netz an Unterstützung geknüpft haben. Auch um die Redaktion der Seniorenpost kümmert sie sich, besucht nach und nach alle Frühstückstreffs, und die zentralen regelmäßigen Begegnungsorte in den Kirchengemeinden.