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Am Standort Hellerkopf führt kein Weg vorbei

24.01.2015 | 00:11 Uhr

Netphen. Die sechs im Regionalplan vorgesehenen Windkraft-Vorrangzonen würden durchs Raster fallen, wenn die Stadt Netphen an die Prüfung dieselben Kriterien anlegt, mit denen sie ihre jetzt vorgeschlagenen Standorte am Hellerkopf zwischen Sieg- und Werthetal ermittelt hat. Alle Flächen, die durchweg auf der Stadtgrenze zu Siegen und Wilnsdorf liegen, wären von Tabukriterien getroffen: Eine ist nicht ergiebig genug („Windhöffigkeit“), eine liegt zu nah am Siedlungsgebiet, vier weitere sind nicht groß genug, um dort auch mindestens drei 200 Meter hohe Anlagen zu konzentrieren.

Der Stadtentwicklungsausschuss steht in seiner Sitzung am Montag, 26. Januar, vor der Wahl, entweder den Regionalplan zu akzeptieren und darauf den eigenen Flächennutzungsplan aufzubauen — oder aber mit dem eigenen Flächennutzungsplan vollendete Tatsachen zu schaffen, bevor der Regionalplan wirksam werden kann. In ihrer Vorlage weist die Verwaltung darauf hin, dass die Stadt mit der Ausweisung der von Arnsberg vorgegebenen Flächen längst nicht auf der sicheren Seite ist — also die Gewissheit hat, dass dann auch nirgendwo sonst im Stadtgebiet Windräder gebaut werden dürfen. Dafür müsste nämlich der Nachweis erbracht werden, dass die Stadt für die Windkraft „substanziellen Raum“ anbietet: also eine effizient nutzbare Fläche, die einen angemessenen Anteil am Stadtgebiet hat und die ausreicht, um dort den Strombedarf aller Haushalte im Stadtgebiet zu decken. Gelingt der Nachweis nicht, muss die Stadt weiter suchen. „Damit würde auch die Fläche A (Hellerkopf, d.Red.) wieder ins Verfahren kommen.

Zweifel am Verfahren

Lauter werden derweil die Zweifel, ob der Regionalplan so kommt, wie er vorgeschlagen wird. Umweltminister Johannes Remmel hat unlängst bei einer Veranstaltung des WDR in Schmallenberg mehrfach betont, dass ihm das Vorgehen der Bezirksregierung Arnsberg missfällt: Besser wäre es gewesen, die in den Kommunen erarbeiteten Standorte zur Grundlage der Planung zu machen — so, wie es Kreistag, Landrat und Bürgermeister im Kreisgebiet fordern. Federführend im landesplanerischen Verfahren ist allerdings nicht Remmels Umweltministerium, sondern die Staatskanzlei.

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Am Standort Hellerkopf führt kein Weg vorbei
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2015-01-24 00:11
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