Alte Uhren faszinieren

Freudenberg..  Warum gab es Bodenstanduhren und wie kamen sie ins Siegerland? Das waren die Eingangsfragen des Uhrenhistorikers Ian D. Fowler aus Friesenhagen in seinem Vortrag in der Uhren-Etage im Mittendrin-Museum.

Fowler zeigte Bilder und erläuterte, wie sich die Bergischen, Märkischen oder Siegerländer Uhren unterscheiden. Auch Neuwied sei ein Uhrenzentrum gewesen, hier habe der Uhrmacher Klein aus Krämgen (zwischen Altenkirchen und Flammersfeld) gelernt. Bei dem Neuwieder Meister Christian Kintzing lernte der 1731 in Marienborn geborene Hermann Achenbach das Handwerk. Und Achenbachs Vetter Hermann Spies aus Gosenbach hatte zwei Söhne (Johann Georg 1748-1795, Johann Henrich 1751-1815), die dann beide als Uhrmacher in Siegen ihrem Handwerk nachgingen. Damit sei die Brücke der Uhrenmanufakturen ins Siegerland geschlagen worden. Über sie und die Uhrenproduktion von Stahlschmidt im Raum Freudenberg spricht Fowler an den nächsten Abenden.

Die Zuhörer stellten Fragen und lobten den informativen Abend. „Uns ist in der Vorbereitung noch einmal deutlich geworden, wie bemerkenswert die Uhrenausstellung ist“, erläuterte 4Fachwerk-Vorsitzender