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Abbruchbagger auf den Schulberg

20.01.2015 | 22:00 Uhr
Abbruchbagger auf den Schulberg
2002 wurde der Rundbau der Hauptschule fertig — nach der Schließung der Hauptschule Dreis-Tiefenbach wurde mehr Platz gebraucht, Nun soll die benachbarte Grundschule (links) die Räume übernehmen dürfen.Foto:Steffen Schwab

Deuz. Noch vor dem Auszug der Hauptschule und der Schließung der Förderschule im Sommer kann die Politik die Weichen für die künftige Gestaltung des — bisherigen — Deuzer Schulbergs stellen. Dem Stadtentwicklungsausschuss, der am Montag, 26. Januar, tagt, legt die Verwaltung diesen Vorschlag vor.

Der Plan

Hauptschule: Abbruch bis auf den Neubau (Rundbau) von 2002, der der Grundschule zugeschlagen wird. Ausdrücklich bezieht sich die Verwaltung auf die lange vergebliche Suche nach neuen Nutzern für die Dreis-Tiefenbacher Hauptschule — „sehr wahrscheinlich“ werde das auch in Deuz so ausgehen. In Dreis-Tiefenbach ist am Ende nur der Altbau, das heutige DRK-Zentrum, stehen geblieben. Das frei werdende Grundstück soll für seniorengerechtes, barrierefreies Wohnen vorgesehen werden.
Grundschule: Neben dem Hauptschul-Neubau wird der Grundschule auch der frühere Schulgarten zugeschlagen. Diese künftige Aufenthalts- und Spielfläche ersetzt das Gelände oberhalb der Schule, das als Wohnbaufläche genutzt werden soll. Diese neuen Bauplätze würden am Hang zwischen Grund- und bisheriger Sterndill-Förderschule liegen. Der Bolzplatz wird an die Pestalozzistraße verlegt, der Spielplatz von dort in den „Schulgarten“.
Förderschule: Das Gebäude der städtischen Förderschule am Sterndill ist von der AWO gekauft worden, die dort Ende 2015 in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihrer eigenen Förderschule „Am Sonnenhang“ ein inklusives Aus- und Weiterbildungszentrum eröffnen wird. Eine Erweiterungsfläche am Hang hinter dem Gebäude kommt dazu.

Mit der Neuordnung des Schulbergs würden „insgesamt hohe Kosten generiert“, räumt die Verwaltung in ihrer Vorlage ein, aber durch den Verkauf der Bauplätze „mehr als ausgeglichen“.

Die Debatte

Das Deuzer Thema dürfte somit auch in der Haushaltsdebatte eine zentrale Rolle spielen. Für SPD-Fraktionschef Manfred Heinz ist jedenfalls nicht entschieden, ob der Hauptschul-Altbau abgerissen oder doch umgebaut und weiter genutzt werden kann. Da in diesem Jahr auch die Umzüge von Hauptschule (nach Netphen) und Realschule (zum Gymnasium) mit 220 000 Euro zu Buche schlagen, will die SPD auch in diesem Bereich den Rotstift ansetzen: Der Ansatz für den Abbruch der PCB-verseuchten alten Turnhalle am Gymnasium soll gesperrt werden. 275 000 Euro sind dafür vorgesehen. Ursprünglich war der Posten mit 80 000 Euro kalkuliert und auch schon finanziert — die Verwaltung hatte sich allerdings wiederholt geweigert, den vom Rat gefassten Abbruch-Beschluss auszuführen.

„Ich könnte mir vorstellen, dass wir das mittragen“, kommentiert CDU-Fraktionsvorsitzende Iris Cremer den Einwand der SPD. Beide großen Fraktionen haben am Wochenende über den Etat beraten, den der Rat am 5. Februar verabschieden wird. „Nach jetzigem Stand“, so Iris Cremer, werde die Mehrheitsfraktion dem Haushalt mit seinen 5,3 Millionen Defizit ohne eigene Änderungsanträge zustimmen. „Er gibt ja nicht viel her.“

Steffen Schwab

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2015-01-20 22:00
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