Abbruch statt Ausbruch – Tschüss Gefängnis in Siegen

Foto: Ilka Wiese

Siegen.  . Mit schwerem Gerät wird derzeit der neuere Teil des Wittgensteiner Flügels am Unteren Schloss abgerissen. Hinter Schloss und Riegel waren dort seit März 1931 Häftlinge untergebracht. Bis Januar 2011, da zogen 76 Insassen in die JVA nach Attendorn um. Im Siegener Schloss-Gefängnis saßen keine schweren Jungs.

Die Anstalt diente hauptsächlich zum Vollzug von Untersuchungshaft und zur Vollstreckung kurzer Freiheitsstrafen. Der berühmteste Insasse war wohl der Schauspieler Martin Semmelrogge.

Die Baggerschaufel legt derzeit immer wieder neue Stücke des Gebäudeteils frei und gewährt Einblicke in den Gefängnistrakt mit den grünen Zellentüren. So wirkt die ehemalige JVA wie ein Puppenhaus aus Blickrichtung Grabenstraße.

Die Arbeiten haben mit Verspätung begonnen, denn der vollständige Abriss war laut BLB für Ende Januar geplant. Im Anschluss an den Abbruch sollen die Rohbauarbeiten für die neue Uni-Bibliothek beginnen. Die Struktur der Gefängniszellen soll erhalten bleiben, um an die einstige Nutzung des Gebäudes zu erinnern. Anstelle der abgerissenen Gebäudeteile wird es zwei neue Baukörper geben. Geplant ist eine Fertigstellung Ende 2015.

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