45 Jahre Jagdbeirat

Nenkersdorf..  Dieter Wagener hat sich nach 45 Jahren aus dem Kreisjagdbeirat verabschiedet. „Wahrscheinlich liegt es einfach in den Genen. Ich habe es von meinen Eltern so gelernt“, erklärt der Lahnhof-Landwirt seine große Leidenschaft für ehrenamtliches Engagement. Mit großem Interesse verfolgte der heute 78-Jährige schon als junger Mann die Geschehnisse im Jagdwesen, ehe er im Jahr 1970 seine Tätigkeit für den Jagdbeirat aufnahm. Das Gremium berät die Jagdbehörde und trifft bindende Entscheidungen. Es besteht unter anderem aus Vertretern der Land- und Forstwirtschaft sowie der Jagdgenossenschaften.

„Dieter Wagener hat die Arbeit des Beirats immer mit Begeisterung und Überzeugung geprägt“, lobt Henning Setzer, Dezernent beim Kreis Siegen-Wittgenstein. Er habe sich als Mittelsmann zwischen den Vertretern der Landwirtschaft und der Jägerschaft hervorgetan. „Ich wollte einfach dabei helfen, gerechte Lösungen zu finden“, sagte Dieter Wagener.

Hirsche und Wildschweine

Unter anderem setzte er sich dafür ein, in sensiblen Bereichen wie Bejagung und Schadensregulierung einen Ausgleich zu erarbeiten, der allen Beteiligten langfristig gerecht wird. „Auf der einen Seite ging es und geht es auch heute noch immer wieder um die Hirsche“, so Wagener. Doch seit den 1990er Jahren habe auch die Frage nach der Bejagung von Wildschweinen vermehrt an Bedeutung gewonnen.

Dieter Wagener war auch stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins der Biologischen Station und — über 20 Jahre lang – Vorsitzender der Tierzüchter im Siegerland. Auf dem Lahnhof bewirtschaftet die Familie 135 Hektar. Der Betrieb wird auch künftig in den besten Händen sein: „Momentan leben wir zu Hause mit drei Generationen unter einem Dach.“