19-Jähriger zielt mit echt wirkender Pistole auf Polizisten

Das Waffengesetz schreibt vor, dass Waffen, die echt aussehen, nicht mehr getragen werden dürfen. Hier im Bild eine Softair-Pistole.
Das Waffengesetz schreibt vor, dass Waffen, die echt aussehen, nicht mehr getragen werden dürfen. Hier im Bild eine Softair-Pistole.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Ein 19-jähriger hat in der Nacht auf Samstag Polizisten bedroht, nachdem er kontrolliert wurde. Er zog eine echt aussehende Waffe aus dem Kofferraum.

Wilnsdorf.. Ein 19-jähriger Autofahrer hat in der Nacht auf Samstag mit einer echt wirkenden Waffe auf Polizisten gezielt. Zuvor hatte er verlangt, dass die Beamten Waffenschein und Führerschein vorzeigen. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen einer Straftat nach dem Waffengesetz und wegen Bedrohung.

Der junge Mann war nachts auf der B54 hinter einem Streifenwagen hergefahren, er fuhr dicht auf und überholte die Polizei schließlich. Nach dem Überholmanöver bremste er ab und fuhr auffällig langsam weiter. Als der 19-Jährige kontrolliert werden sollte, trauten die Beamten zunächst ihren Ohren nicht, denn der Polo-Fahrer verlangte von ihnen, sie sollen Waffenschein und Führerschein vorzeigen.

Sechsmal durch den Kreisel gefahren

Nach der Kontrolle fuhr der 19-Jährige in Richtung Ortsmitte weiter, fuhr dann jedoch sechsmal durch den Kreisverkehr. Das war so auffällig, dass er von einer weiteren Streifenwagenbesatzung gestoppt wurde. Eine zweite Kontrolle folgte. Der 19-Jährige verlangte Führerschein und Waffenschein zu sehen. Plötzlich zog er aus dem Kofferraum seines VW eine täuschend echt aussehende Pistole mit gespanntem Hahn und richtete sie auf die beiden Polizisten.

Den Polizisten rissen dem 19-Jährigen die Pistole aus der Hand. Die Pistole sowie eine weitere in dem Kofferraum des Polo befindliche Schusswaffe wurden sichergestellt.

Die eindringliche Belehrung der Polizisten, dass sich der 19-Jährige durch sein Verhalten selbst in große Gefahr gebracht habe, schien den jungen Mann wenig zu interessiert, so die Polizei. Der 19-Jährige wurde anschließend mit zur Wache genommen, wo ein Strafermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet wurde.

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