1 377 Menschen starben beim Kampf um Siegen
16.12.2007 | 19:40 Uhr 2007-12-16T19:40:00+0100
Vertreter der Stadt Siegen haben gestern zu Erinnerung an die Opfer des Bombenangriffes vom 16. Dezember 1944 am Dicken Turm einen Kranz nieder gelegt.
Siegen. 1 377 starben beim Kampf um SiegenSiegen. Zur Erinnerung an den verheerenden Bombenangriff auf Siegen am Nachmittag des 16. Dezember 1944 haben Vertreter der Stadt gestern einen Kranz am Mahnmal für die Opfer von Gewalt und Vertreibung im Dicken Turm einen Kranz niedergelegt.
An der Zeremonie, in deren Rahmen ein Trauerchoral gespielt wurde, nahmen wie in jedem Jahr neben einer Reihe von Kommunalpolitikern auch ältere Bürger teil, die die Zerstörung ihrer Stadt selbst mit erlebt haben. Welche Folgen der Weltkrieg für die Stadt hatte, hat WR-Leser Hans-Joachim Reimann aus Wilnsdorf-Rudersdorf aufgeschrieben: „Siegen gehörte zu den Städten, die im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe und Erdkämpfe am schwersten heimgesucht wurden. Trotz der Katastrophe, in die Siegen durch den Bombenangriff vom 16. Dezember 1944 gestürzt worden waren, blieb die Stadt bis zum Kriegsschluss immer wieder Ziel feindlicher Luftangriffe, die gleichfalls schwere Schäden verursachten. Am stärksten schlug der Gegner noch einmal am 1. Februar mit einem Bombenangriff zu, der 138 Menschenleben forderte. Doch auch bei den anderen Angriffen mussten zahlreiche Menschen ihr Leben lassen.” Insgesamt, so Hans-Joachim Reimann, fielen dem „Wahnsinn des Krieges” in Siegen 1 377 Menschen zum Opfer: 565 Zivilisten, 675 ausländische Zwangsarbeiter, 98 deutsche Soldaten und 39 ausländische Kriegsgefangene starben bei Bombenangriffen und bei den Kämpfen um die Stadt bei Kriegsende.
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