Zurück in die Steinzeit
27.01.2009 | 19:51 Uhr 2009-01-27T19:51:43+0100GESCHICHTE. Verein für Denkmalpflege will Schäden an römischer Wasserleitung beseitigen und Ausstellungen in der Gommanschen Mühle zeigen.
SONSBECK. Kaum waren die Fragmente der alten römischen Wasserleitung, die die Colonia Ulpia Traiana einst mit frischem Nass aus dem Tüschenwald versorgte, auf dem erneuerten Labbecker Dorfplatz installiert, haben sich auch schon erkennbar einige Mauerspechte betätigt, berichtete Maximilian Bittner vom Sonsbecker Verein für Denkmalpflege und kündigte an, dass nach dem Winter erneut der Versuch unternommen werde, auf den Leitungsstücken eine Opferschicht aufzubringen. Fördermittel stünden zur Verfügung und Fachkräfte auch - Handwerker des APX hätten signalisiert, die Arbeiten übernehmen zu wollen.
Nachgeholt werden soll in diesem Jahr ein Vortrag zur Wasserversorgung zu Zeiten der Römer, der 2008 wegen Erkrankung des Referenten hatte ausfallen müssen. Da das Thema Wasserleitung inzwischen auch für den Denkmalschutz des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) interessant sei, könne der Sonsbecker Verein bei seiner Suche nach einem Referenten auf Unterstützung hoffen, erklärte Geschäftsführer Heinz-Peter Kamps bei der Vorstellung der Pläne fürs neue Vereinsjahr.
Keramik aus Kervenheim
Der Vorsitzende Heinrich Kerstgens, mittlerweile Mitglied im Arbeitskreis Niederrheinische Keramik, hat Kontakte nach Kervenheim geknüpft. Ziel sei, in diesem Jahr eine Ausstellung mit Kervenheimer Keramik-Exponaten in der Gommanschen Mühle auszurichten.
Ebenfalls in diesem Jahr sollen neue Forschungsergebnisse über Christian S´Grooten präsentiert werden, die Dr. Peter Meurer dem Verein zur Verfügung gestellt hat. Möglicher Ausstellungsort: das Gerebernushaus. Maximilian Bittner schlug vor, das ursprünglich für 2008 geplante Ausstellungsthema "Steinzeit" in diesem Jahr aufzugreifen. Im Herbst, am Tag des Denkmals, könnte die Ausstellung in der Mühle eröffnet werden, die in Kooperation mit dem Museum Bislich und dem Forsthaus Hasenacker realisiert werden soll.
Schließlich könnte zum 70. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges eine weitere Ausstellung in der Mühle gezeigt werden. Vorgeschlagen wurde, Fotomaterial und Unterlagen über alle im Gemeindegebiet existierenden Denkmäler zu sammeln und aufzubereiten. (str)
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