Zukunft der Volksbank Niederrhein verspricht Stabilität und Sicherheit

Einigkeit herrschte bei der Vertreterversammlung der Volksbank Niederrhein.
Einigkeit herrschte bei der Vertreterversammlung der Volksbank Niederrhein.
Foto: NRZ
Was wir bereits wissen
Die Volksbank Niederrhein freut sich über eine Rekordbilanz, einen Kunden- und Mitgliederzuwachs sowie eine Dividende von 6,3 Prozent. Schließung von Filialen ist nicht geplant.

Rheinberg..  Es hätte für die mehr als 500 Gäste eine völlig entspannte Vertreterversammlung ohne sorgenvolle Zwischentöne werden können – wenn es nur um die Volksbank Niederrhein gegangen wäre. Erneute Rekordbilanz, erfreulicher Kunden- und Mitgliederzuwachs, Dividende von satten 6,3 Prozent. Aber natürlich konnte der Vorstandsvorsitzende Guido Lohmann den Umbruch in der Finanzwelt bei seiner Analyse nicht ausblenden. Nicht die bedrohliche Niedrigzinspolitik der EZB, nicht die besorgniserregenden Schlagzeilen über Stellenstreichungen bei den Großbanken. Erst recht nicht die jüngste Entwicklung bei gleich mehreren benachbarten Regionalbanken mit Fusionen und Schließungen von Geschäftsstellen. Seine Botschaft: „Wir stehen zu unseren Filialen als wesentliches Fundament unserer Bank.“

Eindrucksvolle Zahlen

Der 51-Jährige Bank-Chef erklärte am Montagabend in der Rheinberger Stadthalle: „Ich kann ihnen nicht sagen, wie die Bankenwelt in zehn Jahren aussehen wird.“

Daher könne er auch keine Bestandsgarantien für alle Zeiten abgeben, aber: „In den nahezu sieben Jahren meiner Tätigkeit als Vorstandsvorsitzender haben wir keine Filialen geschlossen und beabsichtigen dies eindeutig und ohne Zweifel auch für die vorhersehbare Zukunft nicht. Punkt!“ Denn die verspreche für Mitarbeiter, Mitglieder und Kunden der niederrheinischen Genossenschaftsbank weiterhin Stabilität und Sicherheit.

Stützen kann Lohmann sich bei dieser Einschätzung auf eindrucksvolle Zahlen des Geschäftsjahres 2014, die die Entwicklung der letzten Jahre fortschreiben. In einem schwierigen Umfeld konnte die Volksbank Niederrhein 4300 Kunden hinzugewinnen und zählt darüber hinaus 1395 neue Mitglieder. Kreditausleihungen konnten nochmals kräftig um 8,5 Prozent ausgeweitet werden auf 820 Millionen Euro.

Allein in 2014 stellte die Volksbank dem gewerblichen Mittelstand und ihren Privatkunden 197 Millionen Euro zur Verfügung, bei den Einlagen stiegen die Kundenguthaben um drei Prozent auf mehr als 983 Millionen Euro. Insgesamt konnte die Bilanzsumme der Volksbank Niederrhein auf 1,264 Milliarden gesteigert werden, was den Mitgliedern eine stolze Dividende von 6,3 Prozent beschert.

Guido Lohmann erwartet, dass die „bis dato unvorstellbare Niedrigzinsphase in den nächsten Jahren wie ein Orkan durch die Bankbilanzen fegen“ wird, sieht die Volksbank Niederrhein aber bestens gerüstet und hervorragend aufgestellt.

Nicht zuletzt, weil man die genossenschaftliche Identifikation von Vertrauen und Nähe lebe. Den Kunden mit einer „hervorragenden, vertrauensvollen Beratung“, kurzen Wegen und einer modernen Vielfalt der Kontaktkanäle gegenüber trete und den Mitgliedern durch die „Selbstverpflichtung einer hochmotivierten Mannschaft“, jeden Tag das Beste biete.

Jutta Fleck als Gast

„Wir bieten weiterhin eine hervorragende Ausbildung und investieren auf hohem Niveau in unsere Mitarbeiter. 2014 wurden an fast 1000 Tagen Seminare zur Weiterbildung besucht.“

Keine Vertreterversammlung bei der Volksbank Niederrhein findet ohne besonderen Gast statt. Nach Samuel Koch im Vorjahr konnte der Aufsichtsratsvorsitzende Guido Schmidt diesmal Jutta Fleck begrüßen, die Mitte der 80er Jahre mit ihrem spektakulären Kampf gegen das DDR-Regime um ihre beiden Töchter für weltweite Schlagzeilen gesorgt hatte.

Die 69-Jährige nahm die Vertreter mit auf eine ausführliche Reise in eine Vergangenheit.